Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Gebäudekomplex, Scheune

ID: 101018777520  /  Datum: 20.10.2025
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 59
Postleitzahl: 79346
Stadt-Teilort: Endingen am Kaiserstuhl

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316012003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 59

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach einer dendrochronologischen Untersuchung datiert das Holzwerk der Scheune in die Jahre 1864/65 (d)
Spätere Umbauten beziehen sich auf die Verlegung der Treppe, die Erneuerung der Unterzugstütze im Zuge des modernen Terrassenanbaus, dem Einbau einer Erdgeschosskammer und dem Einbau einer Zwischenebene im Dachgeschoss.


1. Bauphase:
(1864 - 1865)
Holzwerk der Scheune (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht Innen / Gebäudekomplex, Scheune in 79346 Endingen am Kaiserstuhl (2020 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Ansicht Außen / Gebäudekomplex, Scheune in 79346 Endingen am Kaiserstuhl (2020 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Baugeschichtliche Kurzdokumentation
  • Schadenskartierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Bei dem untersuchten Gebäudekomplex handelt es sich um die Bebauung zweier benachbarter Grundstücke. In beiden Fällen besteht sie aus rückwärtigen, sich an einen deutlichen Geländeversprung anlehnenden Scheunenbauten, ergänzt durch abgesetzte, einen kleinen Hofraum bildende Hauptgebäude. Die Scheunen sind traufständig zum Hof, die Hauptgebäude sind traufständig zur nördlich verlaufenden Hauptstraße ausgerichtet.
Befahrbar ist der gemeinsame Hofraum über eine östlich des Gebäudes Nr. 57 liegende Einfahrt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit abschließendem Pultdach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Insofern U-förmig geschlossen, ist im Erdgeschoss allein die Hofseite offen. Sie wird von einem, in zwei Massivwänden lagernden Unterzug überspannt. Der Unterzug selbst bildet das Auflager für das in Nord- Südrichtung verlegte Deckengebälk, dessen Gegenauflager durch einen von Steinkonsolen getragenen Streichbalken gebildet wird. Damit sich die Deckenbalken nicht durchbiegen, werden sie von zwei weiteren Unterzügen unterstützt. Sie unterteilen die Gebälklage in drei Zonen bzw. Felder. Innerhalb des mittigen Feldes ist der 5. Deckenbalken von Ost für das ehemals hier angeordnete Treppenloch im Querschnitt reduziert.
Bemerkenswert ist der Befund, dass die Balkenfelder durch verputzte, zum Teil unterschiedlich dick ausgeführte Lehmwickel geschlossen sind.
Über die zu einem späteren Zeitpunkt verlegte Treppe ist das Obergeschoss zugänglich.
Im Gegensatz zum Erdgeschoss liegt hier ein zweizonig gegliederter Grundriss vor. Während die Hofseite als einfach verriegelte Fachwerkwand mit Ladeluke und Fensteröffnung
abgezimmert wurde, stehen bis auf eine Ausnahme die restlichen Außenwände als offene Tragachsen vor den massiven Umfassungsmauern. Die Ausnahme bezieht sich auf die Westwand. Hier ist sowohl das Traggerüst als auch die kopfzonige Winkelsicherung eingemauert.
Das beschriebene Holzwerk bildet das Auflager für das Deckengebälk, dessen Treppenloch mit zugehöriger Treppe in den Dachraum noch in seiner bauzeitlichen Lage erhalten ist.
In der Nordostecke ist eine kleine Kammer abgetrennt. Während der Deckenaufbau ansonsten aus einem Dielenbelag besteht, besitzt die Decke der Dachkammer eine Lehmwickelisolierung.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
  • Dachform
    • Pultdach
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Über dem Obergeschoss ist ein zur Hofseite geneigtes Pultdach abgezimmert. Das Traggerüst zur Unterstützung der Rofen bildet eine dachhohe, unter dem First stehende Fachwerkwand. Sie ist mit geringem Abstand zur hoch aufragenden Stützmauer aufgestellt und wird in drei Querachsen durch zwei paarweise angeordnete Streben gesichert. Eine weitere Strebe unter den Rofen, kombiniert mit einer Gegenstrebe fixieren einen Rofenunterzug der die gesamte Dachlänge durchzieht. Das keine Rauchspuren aufweisende Holzwerk besteht insgesamt aus Nadelholz.

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