Wohn- und Geschäftshaus/Straßentraufe
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Untertorstraße |
| Hausnummer: | 4 |
| Postleitzahl: | 78315 |
| Stadt-Teilort: | Radolfzell |
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| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Konstanz (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8335063019 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Gartenmauer am Höllturm, Höllturm-Passage 5 (78315 Radolfzell)
Wohn- und Geschäftshaus, Poststraße 13 (78315 Radolfzell)
Villa Wolf, Scheffelstraße 12 (78315 Radolfzell)
Wohnhaus, Schmidtengasse 4 (78315 Radolfzell)
Stadtmauer, Teilbereich, Seestraße 11 (78315 Radolfzell)
Ehem. Spitalkapelle, Seestraße 46 (78315 Radolfzell)
Wohnhaus, Seestraße 4 (78315 Radolfzell)
Ehem. Klosterhof, "Alte Forstei", Seestraße 67 (78315 Radolfzell)
Bauphasen
Nach den archäologisch- baukundlichen Befunden lässt sich folgender Bauablauf aufzeigen:
Die neuzeitliche, schräg in die Straßentraufe einbindende Massivwand ist ohne Zweifel der Restbestand eines mit dem „Mittigen Tor“ in Verbindung stehenden Mauerzuges. Nördlich vor der eigentlichen Stadtmauer verlaufend, handelte es sich mit hoher Sicherheit um die partielle Ausführung einer äußeren Stadtmauer, die in das „Mittige Tor“ einband. Der nach Süden abknickende Eckverband der östlichen Torwand wird durch die Kellerbegrenzung angezeigt und ist möglicherweise noch unterirdisch im Bereich der Kellerwestwand erhalten.
Die äußere Stadtmauer bildete um 1790 den nördlichen Abschluss des neu gebauten Waschhauses. Dieses erstreckte sich in Richtung Süden bis zum Vorgängerbau von Haus Nr. 2, an den das Waschhaus angebaut wurde. Im Erdgeschoss massiv, war das Obergeschoss des Waschhauses in Fachwerk abgezimmert. Innerhalb des Massivteiles haben sich vom Waschhaus noch die drei nördlichen Fensternischen erhalten, wobei es sich bei der südlichen Öffnung wohl um den alten Zugang handelte. Im Obergeschoss sind neben der südlichen Giebelwand auch der südliche Wandabschnitt dem Kernbestand des Waschhauses zuzuordnen. Offenbar im Zuge der Westtraufe ebenfalls in Fachwerk errichtet, sind dann auch die drei südlichen Fenster der Straßentraufe noch als Bestandteile der ursprünglichen Fassadengliederung des Waschhauses zu bewerten.
In den Jahren 1913/19 erfolgten Baumaßnahmen im Norden und Süden, wobei im Süden die partielle Umgestaltung der alten Waschhausfassade erfolgte.
(1913 - 1919)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzdokumentation Straßentraufe
Beschreibung
- Siedlung
- Stadt
- Wohnbauten
- Wohn- und Geschäftshaus
Bei dem untersuchten Gebäudekomplex handelt es sich um einen zweigeschossigen Baukörper, bestehend aus vier, zu unterschiedlichen Zeiten errichteten Bauabschnitten.
Ältester Mauerzug ist die schräg, annähernd in West- Ostrichtung verlaufende und in die Straßenwand einbindende Massivwand. Im Erd- und Obergeschoss vorhanden, bilden die Nordfluchten eine vertikale Einheit. Im Obergeschoss reduziert sich die Wandstärke auf ca. 65 cm, gegenüber ca. 1,10 m im Erdgeschoss. Bezogen auf das vermauerte Steinmaterial, vermischt mit Dachziegelanteilen, ist die Wand als neuzeitlich einzuordnen.
Zonierung:



