Sog. Kunzenhof
ID:
130459834319
/
Datum:
19.05.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Kunzenweg |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 79868 |
| Stadt-Teilort: | Feldberg |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8315037009 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
| Geo-Koordinaten: | 47,8691° nördliche Breite, 8,0723° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Bahnhof Bärental, Bahnhofstraße 4 (79868 Feldberg (Schwarzwald))
Landhaus Keck, Köpfleweg 16 (79868 Feldberg)
Landhaus Keck, Köpfleweg 16 (79868 Feldberg)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Die Errichtung des Hofes erfolgte im Jahr 1705 durch den aus Tirol eingewanderten Stephan Kunz (a), daher der Hausname Kunzenhäusle bzw. Kunzenhof.
1. Bauphase:
(1705)
(1705)
Errichtung (a)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Analyse
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Haus liegt mitten im breiten Talgrund des Seebachtales auf einer leicht erhöhten Zunge zwischen zwei Bächen, dem Seebach und dem Wannenbach. Die Eingangstür liegt an der vorderen, nach Süden gerichteten Längsseite und die vordere Schmalseite schaut talabwärts nach Osten in Richtung des Titisees.
Lagedetail:
keine Angaben
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Es handelt sich um ein zweigeschossiges Bauernhaus in Schwarzwälder Bauform und Bauweise mit zwei Vollgeschossen und einem Dach mit Halbwalmen an beiden Schmalseiten und tief heruntergezogenen Traufen. Es teilt sich in einen Wohnteil in der östlichen Hälfte und einen Wirtschaftsteil, der die westliche Hälfte des Hauses einnimmt. An der rückwärtigen Längsseite führt eine Rampe zu einer Hocheinfahrt für eine Tenne auf Obergeschossebene.
Der Dachraum war an der vorderen Schmalseite unter dem Halbwalm geschlossen und rückwärtig mit einem Vollwalm geschlossen.
Der Dachraum war an der vorderen Schmalseite unter dem Halbwalm geschlossen und rückwärtig mit einem Vollwalm geschlossen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Die Raumanordnung hat sich seit der Bauzeit nur wenig verändert und folgt einer regionaltypischen Grundrissgliederung. Die Stube liegt im Erdgeschoss in vorderer Ecklage. Daneben liegt der Flur mit Eingangstür an der vorderen Längsseite. Hinter der Stube befindet sich eine Kammer in Ecklage, die ein Stück vortritt. Die daneben verbleibende Fläche nimmt die Küche ein, auf die der Flur direkt zuführt. Stube und Küche betritt man vom Flur aus und dort führt eine Treppe nach oben. Die Kammer war nur über die Stube zugänglich.
An den Wohnteil schloss sich auf Erdgeschossebene eine durchgehende Querzone zur Aufnahme einer Stallzeile an, gefolgt von einer weiteren Querzone mit dem Futtergang. Mit dem Futtergang endete die geschlossene Grundfläche, doch nach hinten schloss sich noch eine schmale offene Querzone an, die als Holzlege oder zum Unterstellen von Gerätschaften genutzt gewesen sein dürfte.
Das Obergeschoss bekam der Konstruktionsweise wegen dieselbe Gliederung. Ein Flur liegt an gleicher Stelle wie unten, über Stube und Kammer des Erdgeschosses liegen hier Kammern, und die Küche reichte anfänglich als zweigeschossiger Raum von unten herauf. Vom Flur her gelangt man in die Kammer über der Stube sowie auf einen Trippel, der entlang der vorderen Längsseite verläuft, sich um die Ecke herum fortsetzt und bis an den Versprung innerhalb der Schmalseite reicht.
Im Anschluss an den Wohnteil liegt im Obergeschoss eine Tenne, die sich bis in den Dachraum ausdehnt und von der rückwärtigen Längsseite über eine aufgeschüttete Rampe mit Futtermauern angefahren wird. Das Tor lag anfangs in der Flucht der rückwärtigen Längswand.
Hinter der Tenne bzw. Tenne und Trippelkammer schloss ein schmales Heulager bis unter die rückwärtige Walmfläche an, das sich nach oben in den Dachraum fortsetzte. Wie Anschlüsse an den Ständern erkennen lassen, war der Trippel über die gesamte Längsseite bis unter die rückwärtige Walmfläche verlaufen.
Zur Bauzeit gab es im Dachraum keine Einbauten. Im Bereich unter dem Vollwalm reichte das Heulager in den Dachraum.
Unterhalb der Stube ist ein Keller angelegt. Er hat eine L-förmige Grundfläche, da ein Eckbereich für den schweren Kachelofen ausgespart ist. Der Zugang erfolgt von der Längsseite her.
An den Wohnteil schloss sich auf Erdgeschossebene eine durchgehende Querzone zur Aufnahme einer Stallzeile an, gefolgt von einer weiteren Querzone mit dem Futtergang. Mit dem Futtergang endete die geschlossene Grundfläche, doch nach hinten schloss sich noch eine schmale offene Querzone an, die als Holzlege oder zum Unterstellen von Gerätschaften genutzt gewesen sein dürfte.
Das Obergeschoss bekam der Konstruktionsweise wegen dieselbe Gliederung. Ein Flur liegt an gleicher Stelle wie unten, über Stube und Kammer des Erdgeschosses liegen hier Kammern, und die Küche reichte anfänglich als zweigeschossiger Raum von unten herauf. Vom Flur her gelangt man in die Kammer über der Stube sowie auf einen Trippel, der entlang der vorderen Längsseite verläuft, sich um die Ecke herum fortsetzt und bis an den Versprung innerhalb der Schmalseite reicht.
Im Anschluss an den Wohnteil liegt im Obergeschoss eine Tenne, die sich bis in den Dachraum ausdehnt und von der rückwärtigen Längsseite über eine aufgeschüttete Rampe mit Futtermauern angefahren wird. Das Tor lag anfangs in der Flucht der rückwärtigen Längswand.
Hinter der Tenne bzw. Tenne und Trippelkammer schloss ein schmales Heulager bis unter die rückwärtige Walmfläche an, das sich nach oben in den Dachraum fortsetzte. Wie Anschlüsse an den Ständern erkennen lassen, war der Trippel über die gesamte Längsseite bis unter die rückwärtige Walmfläche verlaufen.
Zur Bauzeit gab es im Dachraum keine Einbauten. Im Bereich unter dem Vollwalm reichte das Heulager in den Dachraum.
Unterhalb der Stube ist ein Keller angelegt. Er hat eine L-förmige Grundfläche, da ein Eckbereich für den schweren Kachelofen ausgespart ist. Der Zugang erfolgt von der Längsseite her.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Im Laufe der Zeit kamen Anbauten und Erweiterungen nach Süden, Westen und Norden hinzu. Heute ist das Gebäude als Wochenendhaus in Gebrauch.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Holzgerüstbau
- Hochfirstständergerüst
- Unterbaugerüst, mehrstöckig
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Ein Schwellenrost bildet die Basis für das Holzgerüst. Im leicht nach Südosten fallenden Gelände liegt er auf den gemauerten Kellerwänden und ist ansonsten, dort wo es notwendig war, untermauert worden. Die Schwellen sind in einer Ebene verlegt und mit Zapfenschlössern verbunden.
Auf dem Schwellenrost sind die Bundständer aufgestellt. Sie besetzen jene Positionen, wo Quer- und Längsbundachsen zusammentreffen und sich zumeist die Raumecken befinden. Sie verlaufen am Stück über die Höhe beider Geschosse. Eine Ausnahme hiervon bilden nur jene Ständer, die die rückwärtige offene Querzone nach hinten begrenzen, da sie unter dem weit herunterlaufenden Walm stehen. Die Ständer tragen in Längsrichtung verlegte Rähme und das quer dazu aufgelegte Dachgebälk. Auf halber Höhe sind Geschoss- und Deckengeschossriegel zur Ausbildung der Geschossdecke eingebunden. Da die Decke im Stallbereich um halbe Balkenbreite tiefer liegt als im Wohnteil, sind die Deckengeschossriegel an den Ständern der Trennwand verzapft, ansonsten aber den Bundständern überblattet und mittels Kantennägeln fixiert. Die Aussteifungshölzer sind größtenteils in Form angeblatteter Kopfbänder eingebunden.
Auf der Dachbalkenlage ist das zweigeschossige Dachwerk aufgeschlagen, aufgebaut mit einem stehenden Stuhl mit Firsträhm und Querbundachsen unterschiedlichen Aufbaus. Ihm liegen die Rofenlagen auf, die Rähmen und Stuhlschwellen aufgenagelt und im Bereich der Walme fächerförmig verlegt sind. Sie sind in den Querbundachsen zwar teilweise an Dach und Kehlbalken nichtbündig angeblattet, am Firsträhm aber immer aufgenagelt und nicht mit dem Gegenrofen verbunden. Hingegen sind die Walmgratrofen am First miteinander verschränkt. Die Walmrofen sind an die Gratrofen geblattet, wobei der mittige Rofen des vorderen Halbwalms am Firsträhm angeblattet ist.
Im Unterschied sind zu beiden Seiten der Querzone mit der Tenne Dachfirstständer eingebunden, die vom Dachbalken bis zum Firsträhm reichen. Davon wurde der hintere Bund mit langen Steigstreben ausgestattet, die unten in den Dachbalken eingezapft und knapp unter dem First angeblattet worden sind. Den rückwärtigen Abschluss des Dachraums bildete einst ein Vollwalm, dessen vorderer Gratrofen in ganzer Länge erhalten geblieben ist, sodass die Walmform und die Lage der Walmrofen nachvollzogen werden kann. Der Walm hatte seinen Anfallspunkt unweit des hinteren Dachfirstständers und verlief bis zum Erdgeschoss hinunter.
Auf dem Schwellenrost sind die Bundständer aufgestellt. Sie besetzen jene Positionen, wo Quer- und Längsbundachsen zusammentreffen und sich zumeist die Raumecken befinden. Sie verlaufen am Stück über die Höhe beider Geschosse. Eine Ausnahme hiervon bilden nur jene Ständer, die die rückwärtige offene Querzone nach hinten begrenzen, da sie unter dem weit herunterlaufenden Walm stehen. Die Ständer tragen in Längsrichtung verlegte Rähme und das quer dazu aufgelegte Dachgebälk. Auf halber Höhe sind Geschoss- und Deckengeschossriegel zur Ausbildung der Geschossdecke eingebunden. Da die Decke im Stallbereich um halbe Balkenbreite tiefer liegt als im Wohnteil, sind die Deckengeschossriegel an den Ständern der Trennwand verzapft, ansonsten aber den Bundständern überblattet und mittels Kantennägeln fixiert. Die Aussteifungshölzer sind größtenteils in Form angeblatteter Kopfbänder eingebunden.
Auf der Dachbalkenlage ist das zweigeschossige Dachwerk aufgeschlagen, aufgebaut mit einem stehenden Stuhl mit Firsträhm und Querbundachsen unterschiedlichen Aufbaus. Ihm liegen die Rofenlagen auf, die Rähmen und Stuhlschwellen aufgenagelt und im Bereich der Walme fächerförmig verlegt sind. Sie sind in den Querbundachsen zwar teilweise an Dach und Kehlbalken nichtbündig angeblattet, am Firsträhm aber immer aufgenagelt und nicht mit dem Gegenrofen verbunden. Hingegen sind die Walmgratrofen am First miteinander verschränkt. Die Walmrofen sind an die Gratrofen geblattet, wobei der mittige Rofen des vorderen Halbwalms am Firsträhm angeblattet ist.
Im Unterschied sind zu beiden Seiten der Querzone mit der Tenne Dachfirstständer eingebunden, die vom Dachbalken bis zum Firsträhm reichen. Davon wurde der hintere Bund mit langen Steigstreben ausgestattet, die unten in den Dachbalken eingezapft und knapp unter dem First angeblattet worden sind. Den rückwärtigen Abschluss des Dachraums bildete einst ein Vollwalm, dessen vorderer Gratrofen in ganzer Länge erhalten geblieben ist, sodass die Walmform und die Lage der Walmrofen nachvollzogen werden kann. Der Walm hatte seinen Anfallspunkt unweit des hinteren Dachfirstständers und verlief bis zum Erdgeschoss hinunter.

