Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Gebäudekomplex, Hauptgebäude

ID: 135693753615  /  Datum: 20.10.2025
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 59
Postleitzahl: 79346
Stadt-Teilort: Endingen am Kaiserstuhl

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316012003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 57

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Gebäudekomplex, Scheune, Hauptstraße 59

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Eingangssturz des Hauses Nr. 59 zeigt zusätzlich zu zwei Wappenschildern und den in Sandstein gemeiselten Weinreben die Jahreszahl 1406.

Während das Gebälk des Tiefkellers für eine partiell ausgebildete Zwischenebene ersetzt wurde, datieren einige Balken des Hochkellers in die Jahre um 1350 (d). Es handelt sich um vier Eichenbalken, die bezogen auf ihre Höhenlage nicht nur in das heutige Zugangsprofil einschneiden, sondern auch einen Hinweis auf die spätere Ausbildung des über das Straßenniveau reichenden Sockels geben.
Dieser war spätestens um 1550 (d) vorhanden. In diese Zeit datieren die auf die Sockelhöhe abgestimmten Tannenbalken mit ihrem eingenuteten Bretteinschub. Auf Reparaturen bzw. lokale Veränderungen verweisen die Eichenbalken aus dem späten 17. Jahrhundert, ohne dass diese an dieser Stelle näher benannt werden können.
Zugänglich über das aufwändig bearbeitetes Portal aus dem Jahre 1406, lehnt sich das massive Erdgeschoss quasi U-förmig an die damals bestandene Westwand des Nachbargebäudes Hauptstraße 61 an.
Die ältesten erkannten Bauteile von Haus Nr. 59 sind die östliche Massiv- oder Parzellenwand, das in der rückwärtigen Hofwand verbaute Spitzbogenportal und das schon erwähnte Eingangsportal an der Straßenseite. Während das rückwärtige Gewände wohl in die Jahre um 1350 zu datieren ist und etwas im später angehobenen Bodenniveau versinkt, ist für das straßenseitige Portal eine Wiederverwendung anzunehmen.
Weitere Aussagen zur zeitlichen Einordnung sind zur Zeit nicht möglich. Dies betrifft in erster Linie die beiden parallel zueinander verlaufenden Flurwände, von denen die innere Wand wohl als die ältere der beiden Wände einzuordnen ist.

Das vorhandene Dachwerk geht wohl auf eine umfassende Erneuerung aus den Jahrzehnten nach 1900 zurück. Aus dieser Zeit stammen die beiden straßenseitigen Dachkammern, die zusammen mit den verbleibenden Räumen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einer Wohnung umgebaut wurden.


1. Bauphase:
(1350)
Während das Gebälk des Tiefkellers für eine partiell ausgebildete Zwischenebene ersetzt wurde, datieren einige Balken des Hochkellers in die Jahre um 1350 (d).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1406)
Inschriftliche Datierung im Türsturz
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1900)
Das vorhandene Dachwerk geht wohl auf eine umfassende Erneuerung aus den Jahrzehnten nach 1900 zurück.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Straßenseitige Ansicht/ Nordansicht / Gebäudekomplex, Hauptgebäude in 79346 Endingen am Kaiserstuhl (2020 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Baugeschichtliche Kurzdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Bei dem untersuchten Gebäudekomplex handelt es sich um die Bebauung zweier benachbarter Grundstücke. In beiden Fällen besteht sie aus rückwärtigen, sich an einen deutlichen Geländeversprung anlehnenden Scheunenbauten, ergänzt durch abgesetzte, einen kleinen Hofraum bildende Hauptgebäude. Die Scheunen sind traufständig zum Hof, die Hauptgebäude sind traufständig zur nördlich verlaufenden Hauptstraße ausgerichtet.
Befahrbar ist der gemeinsame Hofraum über eine östlich des Gebäudes Nr. 57 liegende Einfahrt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Überbauten bei dem es sich zur Bauzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen herrschaftlichen Massivbau handelten Hauptgebäude sind zweigeschossig und werden von einem traufständig ausgerichteten Satteldach eingedeckt, von denen First und Dachflächen des Hauses zu einem späteren Zeitpunkt beidseitig angehoben wurden.
Zudem steht das Gebäude über einem zweigeschossigen, einen Sockel ausbildenden Balkenkeller.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der ca. zwei Drittel der Gebäudebreite einnehmende Keller liegt im östlichen Bereich des Hausgrundrisses und erstreckt sich über die gesamte bauzeitliche Gebäudelänge. Schon zur Bauzeit in zwei Ebenen unterteilt, erfolgte die Unterteilung durch eine untere, den Tiefkeller eindeckende und eine obere den Hochkeller eindeckende Balkenlage.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Der Keller
Der ca. zwei Drittel der Gebäudebreite einnehmende Keller liegt im östlichen Bereich des Hausgrundrisses und erstreckt sich über die gesamte bauzeitliche Gebäudelänge. Schon zur Bauzeit in zwei Ebenen unterteilt, erfolgte die Unterteilung durch eine untere, den Tiefkeller eindeckende und eine obere den Hochkeller eindeckende Balkenlage. Das Auflager beider in Firstrichtung gespannten Gebälkebenen bildeten ehemals Streichbalken, welche vermauerten Natursteinkonsolen auflagen. Während das Gebälk des Tiefkellers für eine partiell ausgebildete Zwischenebene ersetzt wurde, datieren einige Balken des Hochkellers in die Jahre um 1350 (d). Es handelt sich um vier Eichenbalken, die bezogen auf ihre Höhenlage nicht nur in das heutige Zugangsprofil einschneiden, sondern auch einen Hinweis auf die spätere Ausbildung des über das Straßenniveau reichenden Sockels geben.
Dieser war spätestens um 1550 (d) vorhanden. In diese Zeit datieren die auf die Sockelhöhe abgestimmten Tannenbalken mit ihrem eingenuteten Bretteinschub. Auf Reparaturen bzw. lokale Veränderungen verweisen die Eichenbalken aus dem späten 17. Jahrhundert, ohne dass diese an dieser Stelle näher benannt werden können.

Das Erdgeschoss
Zugänglich über ein aufwändig bearbeitetes Portal aus dem Jahre 1406, lehnt sich das massive Erdgeschoss quasi U-förmig an die damals bestandene Westwand des Nachbargebäudes Hauptstraße 61 an.
Die ältesten erkannten Bauteile von Haus Nr. 59 sind die östliche Massiv- oder Parzellenwand, das in der rückwärtigen Hofwand verbaute Spitzbogenportal und das schon erwähnte Eingangsportal an der Straßenseite. Während das rückwärtige Gewände wohl in die Jahre um 1350 zu datieren ist und etwas im später angehobenen Bodenniveau versinkt, ist für das straßenseitige Portal eine Wiederverwendung anzunehmen
Weitere Aussagen zur zeitlichen Einordnung sind zur Zeit nicht möglich. Dies betrifft in erster Linie die beiden parallel zueinander verlaufenden Flurwände, von denen die innere Wand wohl als die ältere der beiden Wände einzuordnen ist.

Das Obergeschoss
Umfassend verkleidet und insofern ohne baugeschichtliche Befunde ist das Obergeschoss. Im Gegensatz zum Erdgeschoss bestehen die Außenwände aus Fachwerk, ohne dass sich für ihre zeitliche Einordnung nähere Angaben ableiten lassen. Hier wird man wohl im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen zu genaueren Ergebnissen kommen.
Dies betrifft auch die Nutzungsgliederung, bei der sich straßenseitig die Stube mit benachbarter Schlafkammer und hinter der Stube die ehemalige Küche abzeichnet.

Das Dachwerk
Das vorhandene Dachwerk geht wohl auf eine umfassende Erneuerung aus den Jahrzehnten nach 1900 zurück. Aus dieser Zeit stammen die beiden straßenseitigen Dachkammern, die zusammen mit den verbleibenden Räumen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einer Wohnung umgebaut wurden.

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