Gebäudekomplex, Hauptgebäude
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Hauptstraße |
| Hausnummer: | 59 |
| Postleitzahl: | 79346 |
| Stadt-Teilort: | Endingen am Kaiserstuhl |
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| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Emmendingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8316012003 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Objektbeziehungen
| Ist Gebäudeteil von: | |
| 1. Gebäudeteil: | Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 57 |
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| Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
| 1. Beinhaltet Bauteil: | Gebäudekomplex, Scheune, Hauptstraße 59 |
Üsenberger Hof, Adelshof 20 (79346 Endingen am Kaiserstuhl)
Sog. Wettebrunnen, Hauptstraße (79346 Endingen am Kaiserstuhl)
Wohnhaus, Hauptstraße 25, 27 (79346 Endingen am Kaiserstuhl)
Wohnhaus (79346 Endingen)
Kath. Kirche St. Martin, Bei der oberen Kirche 1 (79346 Endingen)
Fachwerkhaus, Bei der oberen Kirche 7 (79346 Endingen)
Scheune, Hauptstraße 30 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Hauptstraße 3 (79346 Endingen)
"Neues Rathaus", sog. Haus Krebs, ehem. Wohnhaus, Hauptstraße 60 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Hauptstraße 68 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Kirchstraße 7 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Marktplatz 25 (79346 Endingen)
Ehem. Kornhaus, heute Rathaus, Marktplatz 6 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Martinskirchgäßli 4 (79346 Endingen)
Gebäudekomplex, Peterskirchplatz 1-3 (79346 Endingen)
Fachwerkhaus, Peterskirchplatz 6 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Peterskirchstraße 16 (79346 Endingen)
Kriegerdenkmal, Rempartstraße 4 (79346 Endingen)
Wohnhaus, Stollbruckstraße 16 (79346 Endingen)
Bauphasen
Der Eingangssturz des Hauses Nr. 59 zeigt zusätzlich zu zwei Wappenschildern und den in Sandstein gemeiselten Weinreben die Jahreszahl 1406.
Während das Gebälk des Tiefkellers für eine partiell ausgebildete Zwischenebene ersetzt wurde, datieren einige Balken des Hochkellers in die Jahre um 1350 (d). Es handelt sich um vier Eichenbalken, die bezogen auf ihre Höhenlage nicht nur in das heutige Zugangsprofil einschneiden, sondern auch einen Hinweis auf die spätere Ausbildung des über das Straßenniveau reichenden Sockels geben.
Dieser war spätestens um 1550 (d) vorhanden. In diese Zeit datieren die auf die Sockelhöhe abgestimmten Tannenbalken mit ihrem eingenuteten Bretteinschub. Auf Reparaturen bzw. lokale Veränderungen verweisen die Eichenbalken aus dem späten 17. Jahrhundert, ohne dass diese an dieser Stelle näher benannt werden können.
Zugänglich über das aufwändig bearbeitetes Portal aus dem Jahre 1406, lehnt sich das massive Erdgeschoss quasi U-förmig an die damals bestandene Westwand des Nachbargebäudes Hauptstraße 61 an.
Die ältesten erkannten Bauteile von Haus Nr. 59 sind die östliche Massiv- oder Parzellenwand, das in der rückwärtigen Hofwand verbaute Spitzbogenportal und das schon erwähnte Eingangsportal an der Straßenseite. Während das rückwärtige Gewände wohl in die Jahre um 1350 zu datieren ist und etwas im später angehobenen Bodenniveau versinkt, ist für das straßenseitige Portal eine Wiederverwendung anzunehmen.
Weitere Aussagen zur zeitlichen Einordnung sind zur Zeit nicht möglich. Dies betrifft in erster Linie die beiden parallel zueinander verlaufenden Flurwände, von denen die innere Wand wohl als die ältere der beiden Wände einzuordnen ist.
Das vorhandene Dachwerk geht wohl auf eine umfassende Erneuerung aus den Jahrzehnten nach 1900 zurück. Aus dieser Zeit stammen die beiden straßenseitigen Dachkammern, die zusammen mit den verbleibenden Räumen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einer Wohnung umgebaut wurden.
(1350)
- Untergeschoss(e)
- Siedlung
- Stadt
(1406)
(1900)
- Dachgeschoss(e)
Zugeordnete Dokumentationen
- Baugeschichtliche Kurzdokumentation
Beschreibung
Befahrbar ist der gemeinsame Hofraum über eine östlich des Gebäudes Nr. 57 liegende Einfahrt.
- Siedlung
- Stadt
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Zudem steht das Gebäude über einem zweigeschossigen, einen Sockel ausbildenden Balkenkeller.
Zonierung:
Konstruktionen
- Mischbau
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
- Dachform
- Satteldach
Der ca. zwei Drittel der Gebäudebreite einnehmende Keller liegt im östlichen Bereich des Hausgrundrisses und erstreckt sich über die gesamte bauzeitliche Gebäudelänge. Schon zur Bauzeit in zwei Ebenen unterteilt, erfolgte die Unterteilung durch eine untere, den Tiefkeller eindeckende und eine obere den Hochkeller eindeckende Balkenlage. Das Auflager beider in Firstrichtung gespannten Gebälkebenen bildeten ehemals Streichbalken, welche vermauerten Natursteinkonsolen auflagen. Während das Gebälk des Tiefkellers für eine partiell ausgebildete Zwischenebene ersetzt wurde, datieren einige Balken des Hochkellers in die Jahre um 1350 (d). Es handelt sich um vier Eichenbalken, die bezogen auf ihre Höhenlage nicht nur in das heutige Zugangsprofil einschneiden, sondern auch einen Hinweis auf die spätere Ausbildung des über das Straßenniveau reichenden Sockels geben.
Dieser war spätestens um 1550 (d) vorhanden. In diese Zeit datieren die auf die Sockelhöhe abgestimmten Tannenbalken mit ihrem eingenuteten Bretteinschub. Auf Reparaturen bzw. lokale Veränderungen verweisen die Eichenbalken aus dem späten 17. Jahrhundert, ohne dass diese an dieser Stelle näher benannt werden können.
Das Erdgeschoss
Zugänglich über ein aufwändig bearbeitetes Portal aus dem Jahre 1406, lehnt sich das massive Erdgeschoss quasi U-förmig an die damals bestandene Westwand des Nachbargebäudes Hauptstraße 61 an.
Die ältesten erkannten Bauteile von Haus Nr. 59 sind die östliche Massiv- oder Parzellenwand, das in der rückwärtigen Hofwand verbaute Spitzbogenportal und das schon erwähnte Eingangsportal an der Straßenseite. Während das rückwärtige Gewände wohl in die Jahre um 1350 zu datieren ist und etwas im später angehobenen Bodenniveau versinkt, ist für das straßenseitige Portal eine Wiederverwendung anzunehmen
Weitere Aussagen zur zeitlichen Einordnung sind zur Zeit nicht möglich. Dies betrifft in erster Linie die beiden parallel zueinander verlaufenden Flurwände, von denen die innere Wand wohl als die ältere der beiden Wände einzuordnen ist.
Das Obergeschoss
Umfassend verkleidet und insofern ohne baugeschichtliche Befunde ist das Obergeschoss. Im Gegensatz zum Erdgeschoss bestehen die Außenwände aus Fachwerk, ohne dass sich für ihre zeitliche Einordnung nähere Angaben ableiten lassen. Hier wird man wohl im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen zu genaueren Ergebnissen kommen.
Dies betrifft auch die Nutzungsgliederung, bei der sich straßenseitig die Stube mit benachbarter Schlafkammer und hinter der Stube die ehemalige Küche abzeichnet.
Das Dachwerk
Das vorhandene Dachwerk geht wohl auf eine umfassende Erneuerung aus den Jahrzehnten nach 1900 zurück. Aus dieser Zeit stammen die beiden straßenseitigen Dachkammern, die zusammen mit den verbleibenden Räumen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert zu einer Wohnung umgebaut wurden.

