Sog. Hahnsches Haus, Winkelhakengehöft, Doppelscheune
ID:
143306250012
/
Datum:
04.04.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Bei der Kirche |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 70794 |
| Stadt-Teilort: | Filderstadt-Sielmingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Esslingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8116077012 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Objektbeziehungen
| Ist Gebäudeteil von: | |
| 1. Gebäudeteil: | Sog. Hahnsches Haus, Winkelhakengehöft, Doppelwohnhaus |
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| Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
| keine Angabe | |
Wohnhaus (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 15)
Wohnhaus, ehem. Zehntscheuer (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 17)
Wasch- und Backhaus, Bei der Kirche 21a (70794 Filderstadt-Sielmingen)
Sog. Hahnsches Haus, Winkelhakengehöft, Doppelwohnhaus (70794 Filderstadt, Bei der Kirche 1)
Wohnhaus, mit abgegangener Scheune und Backhaus (70794 Filderstadt, Bei der Kirche 21)
Wohnhaus, Hauptstraße 55 (70794 Sielmingen)
Wohnhaus, ehem. Zehntscheuer (70794 Filderstadt-Sielmingen, Bei der Kirche 17)
Wasch- und Backhaus, Bei der Kirche 21a (70794 Filderstadt-Sielmingen)
Sog. Hahnsches Haus, Winkelhakengehöft, Doppelwohnhaus (70794 Filderstadt, Bei der Kirche 1)
Wohnhaus, mit abgegangener Scheune und Backhaus (70794 Filderstadt, Bei der Kirche 21)
Wohnhaus, Hauptstraße 55 (70794 Sielmingen)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Die Datierung der Scheune ist dendrochronologisch auf das Jahr 1655 (d) als auch inschriftlich auf das Jahr 1656 (i) bestimmt.
1. Bauphase:
(1655 - 1656)
(1655 - 1656)
Errichtung, 1655 (d); Inschrift 1656 (i) auf Türsturz der Toreinfahrt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
2. Bauphase:
(1670)
(1670)
1670 (i) an Wandputz Innenseite
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Scheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Große, eingeschossige Doppelscheuer mit dreigeschossigem Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Der zweischiffige Grundriss ist der Funktion als Doppelscheuer angepasst und in vier Zonen gegliedert, wobei die beiden inneren Zonen jeweils als Tenne fungieren.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die Fachwerkkonstruktion der Scheune ist vollständig verzapft ausgeführt. Die ursprünglich mit Lehmflechtwerk ausgefachten Quertrennwände des Unterbaus umfassen nicht einmal ein Viertel der Geschosshöhe. Einzige aussteifende Elemente bilden hier leicht geschwungene Fußstreben aus Eiche.
Das Dachwerk zeigt an der östlichen Giebelwand stehende Stühle (1. DG dreifach, im 2. DG zweifach stehender Stuhl), während die Innengebinde in beiden unteren Dachebenen liegende Stühle zur Unterstützung von Kehlbalken und Dachsparren erhielten. An der östlichen Giebelseite finden sich typische Fachwerkelemente des 17. Jahrhunderts. Darunter fallen die gerade verlaufende Feldstreben, 2/3-Fußstreben und im 2. DG ein wandhohes Andreaskreuz. Auf einem Putzfeld an der Innenseite der östlichen Außenwand des Unterbaus findet sich die in den nassen Putzmörtel geritzte Jahreszahl 1670 (i).
Der Torsturz der östlichen Tenneneinfahrt trägt an der Innenseite die auf dem Kopf stehende Bauinschrift “16 MI IM 56”. Sie bezieht sich höchstwahrscheinlich auf Jakob Murr und Jakob Mack, 1665 im Forstlagerbuch erwähnt. Da die Inschrift hervorragend zu den Fälldaten der Bauhölzer passt (1655 (d)), handelt es sich mit Sicherheit um den ursprünglichen Türsturz, der bei der am Scheunentor erkennbaren Erneuerung der Toreinfahrt gedreht wurde.
Das Dachwerk zeigt an der östlichen Giebelwand stehende Stühle (1. DG dreifach, im 2. DG zweifach stehender Stuhl), während die Innengebinde in beiden unteren Dachebenen liegende Stühle zur Unterstützung von Kehlbalken und Dachsparren erhielten. An der östlichen Giebelseite finden sich typische Fachwerkelemente des 17. Jahrhunderts. Darunter fallen die gerade verlaufende Feldstreben, 2/3-Fußstreben und im 2. DG ein wandhohes Andreaskreuz. Auf einem Putzfeld an der Innenseite der östlichen Außenwand des Unterbaus findet sich die in den nassen Putzmörtel geritzte Jahreszahl 1670 (i).
Der Torsturz der östlichen Tenneneinfahrt trägt an der Innenseite die auf dem Kopf stehende Bauinschrift “16 MI IM 56”. Sie bezieht sich höchstwahrscheinlich auf Jakob Murr und Jakob Mack, 1665 im Forstlagerbuch erwähnt. Da die Inschrift hervorragend zu den Fälldaten der Bauhölzer passt (1655 (d)), handelt es sich mit Sicherheit um den ursprünglichen Türsturz, der bei der am Scheunentor erkennbaren Erneuerung der Toreinfahrt gedreht wurde.
