Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Gebäudekomplex, Hauptgebäude

ID: 151381723717  /  Datum: 22.07.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 63
Postleitzahl: 77704
Stadt-Teilort: Oberkirch

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8317089049
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Gebäudekomplex, Rückgebäude, Metzgerstraße 2

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Gebäudekomplex setzt sich zusammen aus dem Hauptgebäude (Hauptstraße 63), dem Rückgebäude (Metzgerstraße 2) und den beiden Hofanbauten (Hauptstraße 63). Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein besitzrechtlich einheitliches Grundstück bebauend, stammt der Kern des Rückgebäudes an der Metzgerstraße aus dem Jahre 1719 (d), während das Hauptgebäude wenige Jahre später, im Jahre 1723 (d) errichtet wurde. Beide Gebäude gehören der Wiederaufbauphase nach dem Stadtbrand von 1689 an. Das Rückgebäude wurde als Wohn- und Lagergebäude erbaut und diente in einem ersten Schritt dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Konsolidierung, während sich mit der Errichtung des Hauptgebäudes als kaufmännisches Wohn- und Verkaufshaus der zwischenzeitlich eingetretene wirtschaftliche Aufschwung ablesen lässt.
Das Haupthaus wird schon früh, erst mit einem, dann mit einem zweiten Hofanbau erweitert. Ein großer Teil des Rückgebäudes wurde bei einem Brand um 1794 zerstört und wieder aufgebaut, während in der Folgezeit die Erneuerung und Reparatur der Hofgebäude unter der Wiederwendung von Althölzern erfolgt.
Parallel dazu bleibt der Hauptbau der in seinem äußeren Erscheinungsbild gewichtigere Repräsentativbau, während das ältere Rückgebäude in dieser Hinsicht in den Hintergrund gerät. Im angetroffenen Zustand dominieren in den beiden Wohnbereichen von Haupt- und Rückgebäude Ausbauzustände aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, bevor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit der Umnutzung des Erdgeschosses zur Bankfiliale, der Hauptbau sein heutiges Erscheinungsbild erhält und die Erschließung und Nutzung des Obergeschosses in den Bereich der in diesem Zusammenhang erweiterten und umgebauten Hofbauten ausgedehnt wird.


1. Bauphase:
(1723)
Errichtung Hauptgebäude (d)

Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus

2. Bauphase:
(1890 - 1899)
Ausbau des Hauptgebäudes
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1950 - 1999)
Ausbau EG zur Bankfiliale
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Südwestansicht / Gebäudekomplex, Hauptgebäude in 77704 Oberkirch (2026 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der untersuchte Baukomplex entwickelt sich entlang einem, zwischen dem Nachbarhaus Hauptstraße 65 und dem Gebäude Hauptstraße 63 liegenden Ehgraben. Im Südwesten an der Hauptstraße ansetzend, verläuft er als rückwärtiger Abschluss des untersuchten Baukomplexes parallel zur Metzgerstraße. Im Einzelnen handelt es sich um das in Ecklage von Haupt- und Metzgerstraße stehende, zu Letzterer traufständig ausgerichtete Hauptgebäude Hauptstraße 63, den anschließenden zur Metzgerstraße eine kleine Hofanlage freilassenden und gleichfalls traufständig orientierten Hofgebäuden und dem abschließenden, giebelständig zur Straße stehenden Rückgebäude Metzgerstraße 2.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bis auf den mit Holzschindeln verkleideten Rückgiebel des Hauptgebäudes verputzt und zweigeschossig aufgebaut, besitzt das Hauptgebäude eingeschossige, mit Falzziegeln eingedeckte Dachwerke mit zusätzlichen Spitzböden. Auf dem Hauptgebäude besitzt das Dach einen zur Hauptstraße ausgerichteten Halbwalm. Im Erdgeschoss massiv aufgemauert, bestehen alle Obergeschosse aus Fachwerk.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
In Anlehnung an die Fehlstellen im Deckenbereich und dem Abgleich mit den historischen Planunterlagen ist der ehemalige Treppenaufgang in der Nordwestecke des Erdgeschossgrundrisses zu vermuten. Der bauzeitliche Abschluss, sprich die rückwärtige Giebelwand zum Hof ist nicht mehr erhalten. An ihrer Stelle übernimmt ein Stahlträger die Ablastung der Obergeschosswand. Ansonsten ist das Erdgeschoss hohl und zeigt keine weiteren, historisch relevanten Baubefunde.
Über ein modernes, außerhalb des Hausgrundrisses liegendes Treppenhaus erreichbar, führt der am rückwärtigen Giebel des Hauptgebäudes gelegene Zugang in die nordwestliche Zone des zweizonig gegliederten Obergeschosses.
Unterteilt in zwei Raumeinheiten, dient der unbelichtete Grundrissbereich dieser Zone als offene Erschließungsfläche zwischen der am Straßengiebel liegenden Wohnzone, der benachbarten Straßenkammer und dem sich am Rückgiebel anschließenden Hofgebäude.
Von der Freifläche führen zwei Zugänge in die Wohnzone mit Schlafkammer und Stube, wobei Letzterer die Abwinklung der Trennwand zur Straßenkammer bedingte.
Beide Räume bilden den wohnlichen Schwerpunkt des Obergeschosses, wobei die straßenseitige Ecklage der Stube das eigentliche Zentrum bildet.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Erhalten sind die Fußböden, die Fensterbrüstungen und Deckengestaltungen. Mit Ausnahme der zu einem späteren Zeitpunkt reparierten Ehgrabenwand, besitzen die Wände einen flächigen Lehmputzüberzug.
Bestand/Ausstattung:
Mit seinen Eckpilastern sowie der das Erd- und Obergeschoss gliedernden, entlang der Metzgerstraße ausgeführten Gesimsausbildung und der annähernd symmetrischen Giebelgliederung mit den bedachten Fensteröffnungen, vermittelt das Hauptgebäude eine spätklassizistische Außenfassade, die durch die spätere Anlage einer Eingangs- und Fensterfront für eine ehemalige Bankfiliale nachhaltig gestört ist.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Holzschindeln
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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