Schlossanlage Monrepos Ludwigsburg
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Monrepos |
| Hausnummer: | 19 |
| Postleitzahl: | 71534 |
| Stadt-Teilort: | Ludwigsburg |
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| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Ludwigsburg (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8118048002 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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| Geo-Koordinaten: | 48,9197° nördliche Breite, 9,1694° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Evangelische Pfarrkirche St. Katharina (71634 Ludwigsburg-Eglosheim, Hirschbergstraße 2)
Bauphasen
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins späte 16. Jahrhundert zurück: 1596 werden der bereits bestehende, durch einen Damm regulierte See und ein „Seehaus“ unterhalb des Dammes erstmals im „See- und Weyherbüechlin“ Herzog Friedrichs I. erwähnt; die Seekarte Jakob Rammingers zeigt zudem die damalige Ausdehnung des unregelmäßig geformten Sees und das Seehaus am Nordufer als Vorgängerbau des späteren Schlosses. Dieses vermutlich für fürstliche Jagdgesellschaften bestimmte Gebäude wurde wohl im frühen 18. Jahrhundert unter Herzog Eberhard Ludwig erneuert und um einen halb in den See gebauten Pavillon mit geschweiftem Kuppeldach ergänzt, der als unmittelbarer Vorgänger des späteren Kuppelsaals gelten kann. Da die Anlage den Ansprüchen Herzog Carl Eugens nicht mehr genügte, ließ er ab 1755 den See, die Gebäude und das Umfeld umgestalten. Dabei wurde der ältere Stauweiher verkleinert, indem Arbeiter, darunter viele zwangsverpflichtete Sträflinge der Festung Hohenasperg, die bis heute bestehenden rechteckigen Dämme aufschütteten und die außerhalb gelegenen Teile des Gewässers verfüllten. Das Umfeld blieb jedoch morastig, was möglicherweise dazu beitrug, dass der anschließende Schlossbau aufgegeben wurde.
(1760 - 1765)
1760 beauftragte Herzog Carl Eugen Pierre Louis Philippe de la Guêpière mit dem Entwurf eines Jagdhauses am See zu Eglosheim; ab dem 16. April 1760 begannen die Vorbereitungen, die hauptsächlichen Bauarbeiten erfolgten 1761 und im November wurde Richtfest gefeiert. 1762 schlossen sich Arbeiten am Innenausbau an, im Herbst war der Rohbau ausgerüstet. Bauliche Befunde zeigen, dass zunächst ein Binnenholzgerüst als Skelettbau errichtet und anschließend sukzessive ausgemauert wurde. Ob die vorgesehenen Wände der oberen Geschosse vollständig ausgeführt wurden, ist nicht geklärt. Ab 1763 traten finanzielle Schwierigkeiten auf; einzelne Ausstattungsarbeiten, darunter die Stuckierungen der Brüder Bossi, blieben unvollendet. 1764 wurden Baumaterialien und Handwerker für andere herzogliche Bauvorhaben abgezogen. 1765 wurde der Bau schließlich aufgegeben. Die bauliche Hülle war zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht vollständig fertiggestellt; grundlegende Maßnahmen zum Bauunterhalt wurden jedoch vorgenommen. Das Schloss blieb halbvollendet und teilweise im Rohbau zurück.
- Schlossanlage
- allgemein
- Residenz- und Hofhaltungsbauten
- Schloss
(1801 - 1805)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorisches Gutachten
Beschreibung
- Schlossanlage
- allgemein
- Residenz- und Hofhaltungsbauten
- Schloss
Zonierung:
Das erste Obergeschoss nimmt die Dienerwohnungen auf. Nutzbare Raumeinheiten gibt es hier lediglich im Westflügel sowie im Nordteil des Ostflügels −Vestibül, Kuppelsaal, Konversationszimmer und Gesellschaftssaal ragen in der Höhenerstreckung in das Obergeschoss hinein. Die Raumgliederung ist im Obergeschoss i. A. verhältnismäßig kleinteilig.
Im zweiten Obergeschoss befindet man sich bereits im Bereich der unteren Dachmansarde. Die gesamte Grundfläche ist mit Ausnahme der ausgesparten Saalkuppel mit Räumen belegt.
Im konstruktiven Gefüge ist das Hauptgeschoss weitgehend intakt. Die Deckenspiegel zeigen im Westflügel vereinzelt Haarrisse. Lokal sind die Putzdecken auch durch Feuchte geschädigt; es handelt sich dabei wohl um eingrenzbare, bereits behobene Schadensfälle an der Dachentwässerung.
In der ehemaligen Dienerschaftswohnung des Obergeschosses und dem Mansardgeschoss treten vermehrt Rissbildungen an den Putzdecken sowie an den leichten Binnentrennwänden auf. Ebenso finden sich hier vermehrt feuchte Schäden infolge von Undichtigkeiten in der Dachkonstruktion.
Generell bestehen erhebliche Schäden an den Holzkonstruktionen des Dachwerks über der Mansarde.
Konstruktionen
- Steinbau Mauerwerk
- Bruchstein
- Dachform
- Mansarddach/-helm
Die Dachlandschaft ist kleinteilig und reich bewegt. Letztlich gibt es mehrere eigenständige
Dachabschnitte: Über den beiden Seitenflügeln sind zweifach gebrochene Mansarddächer aufgeschlagen, die zum Mittelbau hin abgewalmt sind. Über dem Bereich des Vestibüls besteht ein einfaches, an beiden Schmalseiten abgewalmtes Satteldach. Über dem Kuppelsaal ist ein aufwendiges, kuppeliges Dach aufgesetzt. Auch hier setzt der Dachfuß am unteren „Knick“ der Mansarde an.


