Rathaus
ID:
170552785710
/
Datum:
17.05.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Schulstraße |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 72813 |
| Stadt-Teilort: | Würtingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Kreis: | Reutlingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8415093010 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Gebäude wurde 1774 (d) als Gasthaus errichtet. Der östliche Teil des Hauses diente als Ökonomie. Nachdem das Gebäude 1829 in den Besitz der Gemeinde überging, wurde es als Rat- und Schulhaus mit Lehrerwohnungen genutzt. Als 1911 ein neues Schulhaus eröffnet wurde, diente das Gebäude in der Schulstraße 1 nur noch als Rathaus, unter Beibehaltung der Lehrerwohnungen.
1. Bauphase:
(1774)
(1774)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Anlagen für Handel und Wirtschaft
- Gasthof, -haus, Herberge
2. Bauphase:
(1829)
(1829)
Nutzung als Rat- und Schulhaus
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
- Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
- Schule, Kindergarten
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
3. Bauphase:
(1911)
(1911)
Nutzung als Rathaus
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
Zugeordnete Dokumentationen
- Dendrochronologische Datierung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Über einem massiven Erdgeschoss wurde ein zweistöckiges Fachwerkgerüst errichtet. Seine neuzeitliche Abzimmerungsweise zeigt ein für diese Zelt verputztes konstruktives Fachwerk ohne Zierformen. Seine Stockwerke kragen nicht aus. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt ausschließlich an der nördlichen Traufseite. Über dem dreistöckigen Unterbau wurde ein zweistöckiges Dachwerk mit Spitzboden abgezimmert. Im 1. +2. Dachstock bildet je ein zweifach liegender Stuhl mit einer mittIgen stehenden Stuhlständerreihe das tragende Gerüst. Die beiden Krüppelwalme an den Giebeln stammen noch aus der Erbauungszelt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Zur Erbauungszelt gliederte sich der Grundriss dreischiffig und fünfzonig. Dabei war die damalige Flurzone (Zone 2) deutlich breiter als heute. Die ehemalige westliche Wandachse lässt sich auf Grund der Zapflöcher an der Unterseite des ersten Deckenbalkens in der Zone 3 nachweisen.
Die beiden ursprünglichen Querwandachsen entsprechen in ihrer Lage den Binder-Querachsen im Dachwerk. In den Zonen 3 + 4 folgen zwei weitere Hauszonen. Die Zone 5 besitzt den Charakter einer Tenne und dürfte wohl von Anfang an als Wagen-Remise genutzt worden sein.
Der 1. Oberstock gliederte sich zur Erbauungszeit dreischilfig und siebenzonig. Dabei können in den Zonen 1-3 zwei ehemalige Säle nachgewiesen werden, von denen der heutige Sitzungssaal nach wie vor in moderner Ausstattung genutzt wird. Ein Mitteiflur dient zur Erschließung des 1. Oberstocks. Möglicherweise bildete die Zone 4 zur Erbauungszeit einen Querflur aus. Er hätte zudem für die notwendige Belichtung gedient. Eine gesonderte Fenstergliederung lässt diesen Schluss zu. In den Zonen 5-1-6 spiegelt sich nach wie vor unverändert die Grundrissgiiederung der ehemaligen Lehrerwohnung im 1. Oberstock. In der Zone 7 liegt der Luftraum über der Tenne.
Im 2. 0berstock gliedert sich der Grundriss ebenfalls dreischiffig und sechszonig, wobei die Zone 1 nur zweischiffig ausgebildet ist. In ihr lässt sich ein ehemals querliegender Saal nachweisen, der heute in seinem nördlichen Abschnitt das Bürgermeisterzimmer aufnimmt. Der Saal könnte sowohl als Ratssaal oder aber auch als Schulraum gedient haben.
Es folgen in der Zone 2 zwei Räume, von denen möglicherweise der nördlich gelegene Raum zur Erbauungszeit das ehemalige Bürgermeisterzimmer gewesen sein könnte.
In der Zone 3 wird ebenfalls zur Erbauungszeit ein ehemaliger Querflur vermutet, welcher die Belichtung des Mittelflurs bewirkte. Auch in diesem Stockwerk weist die gesonderte Fensteranordnung auf eine Sondernutzung dieser Zone hin. Wie im 1. Oberstock folgt in diesem Stockwerk in den Zonen 4 + 5 die unveränderte Grundrissgliederung der ehemaligen 2. Lehrerwohnung. Ihre Gliederung ist nahezu unverändert. In der Zone 6 folgt der Luftraum über der Tenne.
Der 1. Dachstock gliederte sich zur Erbauungszeit zweischiffig und sechszonig. Dabei bestand zwischen den Zonen 3 und 4 eine geschlossene Fachwerkwand, die Zonen 4-6 waren dabei als offener Dachraum ausgebildet. Dagegen besaßen die Zonen 1-3 eine Mittellängswand, welche diesen östlichen Dachraum in ein nördliches und ein südliches Schiff unterteilten. Die heutige Grundrissgliederung spiegelt dagegen den neuzeitlichen Einbau einer Wohnung im Jahr 1949 wider.
Die beiden ursprünglichen Querwandachsen entsprechen in ihrer Lage den Binder-Querachsen im Dachwerk. In den Zonen 3 + 4 folgen zwei weitere Hauszonen. Die Zone 5 besitzt den Charakter einer Tenne und dürfte wohl von Anfang an als Wagen-Remise genutzt worden sein.
Der 1. Oberstock gliederte sich zur Erbauungszeit dreischilfig und siebenzonig. Dabei können in den Zonen 1-3 zwei ehemalige Säle nachgewiesen werden, von denen der heutige Sitzungssaal nach wie vor in moderner Ausstattung genutzt wird. Ein Mitteiflur dient zur Erschließung des 1. Oberstocks. Möglicherweise bildete die Zone 4 zur Erbauungszeit einen Querflur aus. Er hätte zudem für die notwendige Belichtung gedient. Eine gesonderte Fenstergliederung lässt diesen Schluss zu. In den Zonen 5-1-6 spiegelt sich nach wie vor unverändert die Grundrissgiiederung der ehemaligen Lehrerwohnung im 1. Oberstock. In der Zone 7 liegt der Luftraum über der Tenne.
Im 2. 0berstock gliedert sich der Grundriss ebenfalls dreischiffig und sechszonig, wobei die Zone 1 nur zweischiffig ausgebildet ist. In ihr lässt sich ein ehemals querliegender Saal nachweisen, der heute in seinem nördlichen Abschnitt das Bürgermeisterzimmer aufnimmt. Der Saal könnte sowohl als Ratssaal oder aber auch als Schulraum gedient haben.
Es folgen in der Zone 2 zwei Räume, von denen möglicherweise der nördlich gelegene Raum zur Erbauungszeit das ehemalige Bürgermeisterzimmer gewesen sein könnte.
In der Zone 3 wird ebenfalls zur Erbauungszeit ein ehemaliger Querflur vermutet, welcher die Belichtung des Mittelflurs bewirkte. Auch in diesem Stockwerk weist die gesonderte Fensteranordnung auf eine Sondernutzung dieser Zone hin. Wie im 1. Oberstock folgt in diesem Stockwerk in den Zonen 4 + 5 die unveränderte Grundrissgliederung der ehemaligen 2. Lehrerwohnung. Ihre Gliederung ist nahezu unverändert. In der Zone 6 folgt der Luftraum über der Tenne.
Der 1. Dachstock gliederte sich zur Erbauungszeit zweischiffig und sechszonig. Dabei bestand zwischen den Zonen 3 und 4 eine geschlossene Fachwerkwand, die Zonen 4-6 waren dabei als offener Dachraum ausgebildet. Dagegen besaßen die Zonen 1-3 eine Mittellängswand, welche diesen östlichen Dachraum in ein nördliches und ein südliches Schiff unterteilten. Die heutige Grundrissgliederung spiegelt dagegen den neuzeitlichen Einbau einer Wohnung im Jahr 1949 wider.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
In der Zone 1 zeigt der letzte eichene Deckenbalken an seiner Unterseite Spuren eines ehemaligen Pilzbefalls, wie er sich bildet, wenn er auf Mauerwerk gelagert wurde. Ferner kann eine ehemalige massive innenliegende Längswand rekonstruiert werden, welche den heutigen Kellerflur zur ehemals südlichen Kelleranlage abtrennte. An Ihrer Stelle wurde Im Verlauf des Jahres 1925 (d) eine jüngere Fachwerkwand abgezimmert.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachform
- Schopfwalm (Krüppelwalm)
- Holzgerüstbau
- allgemein
Konstruktion/Material:
keine Angaben

