Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Altes Rathaus

ID: 186476673513  /  Datum: 13.04.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Mönsheimer Straße
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 75446
Stadt-Teilort: Iptingen

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Enzkreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8236065001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im Jahre 1559 (d) erbaut, handelte es sich bei dem untersuchen Gebäude um einen repräsentativen Fachwerkbau, dem mit seinem Saal im Obergeschoss und dem Großraum im Erdgeschoss eine Sondernutzung zukommt. In Betracht zu ziehen ist ein herrschaftlicher Verwaltungsbau, der entweder für die lokale Herrschaft oder für einen auswärtigen Grundherren für deren rechtlichen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten erbaut und eingerichtet wurde. In diesem Kontext, der sich durch die gemeinsame Nutzung des Gebäudes durch die Obrigkeit und deren Untertanen auszeichnet, erfüllt das Gebäude einen herrschaftlichen, gesellschaftlich repräsentativen Anspruch. Dies betrifft neben den räumlichen und gestalterischen Anforderungen sowohl die Lage innerhalb des Siedlungsgefüges als auch die Raumstruktur innerhalb des Gebäudes.
Während der zuerst genannte Aspekt unter anderem durch die Überbauung des Mühlbaches zum Ausdruck kommt, artikuliert sich Letzteres über das Erd- und Obergeschoss. Gemeint ist damit die Abgrenzung der Gebäudenutzer untereinander, die sich in erster Linie durch die Separierung der von der Obrigkeit genutzten Privaträume gegenüber den öffentlichen Funktionsräumen zu erkennen gibt. In der baulichen Praxis manifestiert sich das unter anderem durch das „Oben“ für die Aufenthaltsräume der Herrschaft und durch das „Unten“ für die Lage der hier vermuteten Verwaltungs- oder auch Gerichtsstube. Eine Nutzung, die Anfang des 19. Jahrhundert durch den Umbau zum Rathaus abgelöst wird.


1. Bauphase:
(1559)
Nach der dendrochronologischen Untersuchung datiert der Kernbestand des Gebäudes in das Jahr 1559(d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1800 - 1810)
Umbau zum Rathaus
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Rathaus

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Südwestliche Giebelansicht  / Altes Rathaus in 75446 Iptingen (2026 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Traufseitig zur der in Richtung Süden aus Iptingen hinausführenden Mönsheimer Straße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
    • Rathaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem untersuchten Gebäude handelt es sich um einen kellerlosen, umfassend verputzten Fachwerkbau mit zwei Nutzungsebenen im Unterbau und zwei Ebenen mit zusätzlichem Spitzboden im Dachraum des Satteldaches. Mit seiner westlichen Langseite traufständig zur Straße und der östlichen Langseite zum Kreuzbach ausgerichtet, ist es im Norden giebelseitig erschlossen, wobei ein zweiter Zugang an der Straßenseite erkennbar, aber nicht mehr in Funktion ist. Bis auf die Straßenseite mit seiner Obergeschossebene an allen Seiten auskragend, setzten sich die Auskragungen am Nordgiebel bis in das 2. Dachgeschoss fort, während der Südgiebel bis in die Firstspitze eine vertikale Einheit bildet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Bezogen auf die ursprüngliche Nutzungsstruktur ist das Zentrum des Gebäudes, ein ehemaliger Saal, im Süden des Obergeschossgrundrisses zu suchen. Mit seinen bauzeitlichen Ausmaßen die gesamte Giebelseite und die halbe Hauslänge einnehmend, ist die mittige, reichlich profilierte und einen Unterzug tragenden Eichensäule noch erhalten.
Gesicherte Aussagen zur bauzeitlichen Gliederung des verbleibenden Grundrisses sind infolge späterer Umbauten und des umfassend verputzten Zustandes zur Zeit nicht möglich. Lediglich im Nordwesten lässt sich, in Anlehnung an den isolierten Deckenbereich über dem Erdgeschoss, die ehemalige Anlage eines kleinen, wohl beheizbaren Eckraumes vermuten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Bei der im angetroffenen Zustand mit Falzziegeln eingedeckten Dachkonstruktion handelt es sich um ein, in zwei unterschiedlichen Variationen abgezimmertes Sparrendach, dessen Dachraum durch zwei verzapfte Kehlbalkenlagen in drei Ebenen unterteilt wird. Nahezu ausschließlich aus Nadelholz errichtet, beschränkt sich die Verwendung von Eichenholz auf einige Aussteifungs- bzw. Fensterstiele innerhalb des Nordgiebels.

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