Alte Aula (Tübingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Klosterstube, Dachwerk

ID: 200044896715  /  Datum: 18.02.2021
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Wonnental
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 79341
Stadt-Teilort: Kenzingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316020009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die dendrochronologische Untersuchung am Dachwerk belegt dessen Abzimmerung im Jahre 1726 (d).
Erste Veränderungen erfolgten im Verlaufe des 19. Jahrhunderts und bezogen sich auf die Unterteilungen des Westflügels.
Die nachhaltigste Veränderung datiert in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und betraf die Reparatur des untersuchten Dachabschnittes.


1. Bauphase:
(1726)
Abzimmerung des Dachwerkes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Handel und Wirtschaft
    • Gasthof, -haus, Herberge
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

2. Bauphase:
(1806 - 1899)
Unterteilung des Westflügels nach der Säkularisierung von 1806.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1900 - 1950)
Reparaturmaßnahmen am Dach
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Westen / Ehem. Klosterstube, Dachwerk in 79341 Kenzingen (2025 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation
  • Schadensdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Teil des Westflügels der Vierflügelanlage, der an das nördlich stehende Abteigebäude anschließt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Handel und Wirtschaft
    • Gasthof, -haus, Herberge
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Als westlicher Flügel des ehemaligen Kreuzganges setzt der zweigeschossige Massivbau an das nördlich stehende Abteigebäude an.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
In nachklösterlicher Zeit wurde er in mehrere Wohn- bzw. Nutzungseinheiten unterteilt, wobei das untersuchte Dachwerk (von Nord gesehen) nicht nur konstruktiver Bestandteil des ersten Unterteilungsabschnittes (Haus Nr. 1) ist, sondern sich über die beiden folgenden Abschnitte (Haus Nr. 3) auch nach Süden (Haus Nr. 5) fortsetzt.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
Konstruktion/Material:
Mit seiner westlichen Traufe zur Gasse ausgerichtet, besitzt das untersuchte Dachwerk die Form eines Satteldaches. Es handelt sich konstruktiv um ein in die Dachbalken zapfendes Sparrendach, das durch eine, in die Sparren zapfende Kehlbalkenlage in zwei Dachgeschosse unterteilt ist.
Diese Kehlbalkenlage wird durch zwei, die gesamte Dachlänge durchlaufende Längshölzer (Rähme) unterstützt. Unter den Kehlbalkenenden angeordnet, lagern sie in den Kopfenden von Bundstreben, die unter den Dachschrägen angeordnet auf Schwellen gründen. Mit der gegenüberliegenden Bundstrebe durch einen eingezapften Druckriegel verbunden, bilden sie einen abgesprengten Querbund aus, der durch Kopfstreben seine Queraussteifung erhielt.
Derartige Querbünde sind im untersuchten Dachabschnitt insgesamt 6 mal in unterschiedlichen Abständen ausgeführt. Untereinander je Dachseite durch zwei, in die Bundstreben zapfende Riegel verbunden, werden diese von Streben überquert, die von der Schwelle bis zum Rähmholz reichen und so die Längsaussteifung des Dachwerks übernehmen.
In vertikaler Abstimmung mit den Querbünden des 1. Dachgeschosses angeordnet, wurden auch im 2. Dachgeschoss Sparrenpaare stabilisierende Querbünde abgezimmert. Gegründet auf Schwellen, reichen deren Bundstreben bis in den First, wo sie ein Firsträhm tragen. Gleichfalls durch eingezapfte Riegel untereinander verbunden, übernehmen auch hier von den Schwellen bis zum Firsträhm aufsteigende Streben die Längsaussteifung.

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