Wohnhaus
ID:
202466586613
/
Datum:
20.10.2025
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Friedhofstraße |
| Hausnummer: | 2 |
| Postleitzahl: | 79285 |
| Stadt-Teilort: | Ebringen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8315028001 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
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Berghauser Kapelle und Kreuzwegstationen, Berghausen 1 (79285 Ebringen)
Scheune, Brunnenstraße 1 (79285 Ebringen)
Wohnhaus mit Schopf und Scheune , Schönbergstraße 106 (79285 Ebringen)
Wohnhaus, Schönbergstraße 27 (79285 Ebringen)
Ruine Schneeburg, Unterer Schönberghof (79285 Ebringen)
Scheune, Brunnenstraße 1 (79285 Ebringen)
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Ruine Schneeburg, Unterer Schönberghof (79285 Ebringen)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Der älteste erhaltene Kern des Wohnhauses bezieht sich auf die straßenseitige Haushälfte, die um 1542 (d) im rückwärtigen Hofbereich entweder an einen bestehenden, oder belassenen Baukörper angebaut wurde. An die Stubenzone wurde im Jahre 1579 (d) der rückwärtige Hausteil angebaut.
1. Bauphase:
(1542)
(1542)
Straßenseitige Haushälfte im Kern um 1542(d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
2. Bauphase:
(1579)
(1579)
Rückwärtige Anbau (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Anbau
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzuntersuchung Dach
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Wohnhaus ist Teil einer dreiseitigen Hofanlage, die sich in der Ortsmitte von Ebringen befindet. Das Wohnhaus ist giebelständig zur Straße ausgerichtet. An das Wohnhaus ist im Süden rechtwinklig eine Scheune mit Satteldach angebaut. Außerdem gehört ein Backhaus zur Hofanlage, welche links der Hofzufahrt steht.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Wohnhaus ist ein einstöckigen Fachwerkbau mit hohem, das Gelände ausgleichendem Kellersockel; sein Holzgerüst im Erdgeschoss wurde im Verlaufe der Jahrhunderte weitgehend in Stein ersetzt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Die Wohnzone besteht im angetroffenen Zustand aus der zur Hofeinfahrt ausgerichteten Stube und einer benachbarten Kammer.
Der rückwärtige Hausteil umfasste neben der hofseitigen Erschließung den an die Stubenzone angrenzenden Herdraum, ohne dass dieser in seinen zugehörigen Ausmaßen näher einzugrenzen war. Genauere Aussagen erlaubt das Dach, das in zwei Zonen gegliedert als quergebundenes Sparrendach abgezimmert wurde. Von besonderem Interesse ist die an die Stubenzone angrenzende Dachzone. Sie nahm nicht nur die Vertikalerschließung auf, hier lässt sich auch eine im Bestand äußerst seltene Kaminführung erschließen.
Von späteren Veränderungen betroffen war die mittige, zu einer geschlossenen Bretterwand umgebaute Querachse über dem stubenzonigen Unterzug.
Der rückwärtige Hausteil umfasste neben der hofseitigen Erschließung den an die Stubenzone angrenzenden Herdraum, ohne dass dieser in seinen zugehörigen Ausmaßen näher einzugrenzen war. Genauere Aussagen erlaubt das Dach, das in zwei Zonen gegliedert als quergebundenes Sparrendach abgezimmert wurde. Von besonderem Interesse ist die an die Stubenzone angrenzende Dachzone. Sie nahm nicht nur die Vertikalerschließung auf, hier lässt sich auch eine im Bestand äußerst seltene Kaminführung erschließen.
Von späteren Veränderungen betroffen war die mittige, zu einer geschlossenen Bretterwand umgebaute Querachse über dem stubenzonigen Unterzug.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Holzbau mit Gebäudeteil aus Stein
- Dachform
- Satteldach
Konstruktion/Material:
Auf die Stubenzone begrenzt, ist das bauzeitliche Dachwerk erhalten. Rauchschwarz und aus Eichenhölzer bestehend, handelt es sich um ein Rofendach, dessen krummwüchsige, ehemals wohl ein Weichdach tragende Rofen, ausgehend vom Firsträhm bis zum Wandrähm, vollständig erhalten sind. Im First nebeneinander liegend und dem Rähm aufgenagelt, werden ihre Spannweiten durch die zwei Stuhlrähme im 1. Dachgeschoss annähernd hälftig unterteilt. Die Längshölzer selbst finden ihre Unterstützung in drei, durch die steigende Folge von Ritzkerben gezeichneten Querbünden, von denen im 1. Dachgeschoss der Giebelquerbund mit liegenden Bundstreben und die beiden verbleibenden Querbünde mit stehenden Bundständern abgezimmert sind. Im 2. Dachgeschoss ist ein stehender Längsbund ausgeführt. Wie eine Ebene darunter ist er mit keiner innere Querwand kombiniert, übernahm somit vorrangig die Unterstützung des Firsträhmes. Während die Längshölzer des 1. Dachgeschosses zusammen mit einem mittigen Unterzug eine aufgekämmte Balkenlage aufnehmen, werden sie, wie auch das Firsträhm, über die mit ihnen verblatteten und in die Ständer zapfenden Winkelhölzer zur Längsaussteifung herangezogen.
Von besonderem Interesse ist das eigenartige Dachgebälk, das in diesem Fall eigentlich nicht als Dachgebälk angesprochen werden sollte. Im Kern handelt es sich um Deckenbalken, die in Abstimmung mit den Raumeinheiten darunter, unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen. In dieser Ausführung ist das Gebälk nicht konstruktiver Bestandteil der Dachkonstruktion, es übernimmt allein den oberen Raumabschluss, der entsprechend der jeweiligen Raumnutzung rein funktionale oder darüber hinaus auch repräsentative Ansprüche zu erfüllen hatte. So besteht der Raumabschluss der Kammer aus einzelnen, quer zur Firstrichtung verlegten, zwar auf den Dachfuß, aber nicht auf die Rofenlage abgestimmten Balken, die den beiden Längsrähmen aufgekämmt, lediglich eine Dielung trugen. Anders verhält es sich über der Stube. Deren in Firstrichtung verlaufenden Deckenbalken sind oberhalb des Dachfußes verlegt und übernehmen neben ihrer repräsentativen Aufgabe auch die Wärmeisolierung der Stube und damit die Abdichtung nach oben.
Von besonderem Interesse ist das eigenartige Dachgebälk, das in diesem Fall eigentlich nicht als Dachgebälk angesprochen werden sollte. Im Kern handelt es sich um Deckenbalken, die in Abstimmung mit den Raumeinheiten darunter, unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen. In dieser Ausführung ist das Gebälk nicht konstruktiver Bestandteil der Dachkonstruktion, es übernimmt allein den oberen Raumabschluss, der entsprechend der jeweiligen Raumnutzung rein funktionale oder darüber hinaus auch repräsentative Ansprüche zu erfüllen hatte. So besteht der Raumabschluss der Kammer aus einzelnen, quer zur Firstrichtung verlegten, zwar auf den Dachfuß, aber nicht auf die Rofenlage abgestimmten Balken, die den beiden Längsrähmen aufgekämmt, lediglich eine Dielung trugen. Anders verhält es sich über der Stube. Deren in Firstrichtung verlaufenden Deckenbalken sind oberhalb des Dachfußes verlegt und übernehmen neben ihrer repräsentativen Aufgabe auch die Wärmeisolierung der Stube und damit die Abdichtung nach oben.

