Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus mit Scheune (abgegangen)

ID: 203913582419  /  Datum: 28.09.2017
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Gollmerstraße
Hausnummer: 24
Postleitzahl: 75449
Stadt-Teilort: Wurmberg

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Enzkreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8236068002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

1. Bauphase:
(1541)
Ersterbauung des Wohnhauses
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1795)
Errichtung der Scheune
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1911)
Sanierung des Wohnhauses
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1945)
Wegen Granateinschlags großer Reparatureingriff in diesem Zeitraum.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordansicht Wohnhaus / Wohnhaus mit Scheune (abgegangen) in 75449 Wurmberg (Juni 1999 - Architekturbüro Bernd F. Säubert)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorisches Kurzgutachten

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Einst traufständig zur Gollmerstraße stehend.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Anwesen besteht aus einem traufständigen zweigeschossigen Wohnhaus und einer, in der Verlängerung angebauten zweigeschossigen Scheune, welche ungefähr um 1,5 m zurückspringt. Hierdurch entsteht straßenseitig ein Winkel. Beide Gebäude besitzen eine tonnengewölbte Teilunterkellerung.

Scheune: 14,5 auf 8,5 m
Wohnhaus: 12,5 auf 8,5 m
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Wohnhaus:
Es handelt sich um ein Mittelflurhaus.
Zugänglich ist das Gebäude jeweils über eine straßen- und hofseitige Tür des Mittelflures sowie über zwei Stalltüren an der Südostecke. In den Keller gelangt man sowohl über eine Außen- als auch über eine nachträgliche Innentreppe, beide sind in Sandstein ausgeführt. Innerhalb des Mittelflures erreicht man über eingestemmte Nadelholztreppen das Ober- und Dachgeschoss. Der Aufgang in den Spitzboden wird durch eine grob profilierte Keilstufentreppe und eine nicht erwähnenswerte Nebentreppe vermittelt. Die ursprüngliche Disposition ist in allen Geschossen noch gut ablesbar, durch Wandabbrüche und spätere Zutaten jedoch verwässert.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Wohnhaus:
Traufseitige Kellerwand ist um ca. 30 cm nach außen geneigt. Durch nicht adäquate Sanierungseingriffe fehlt die südliche Giebelwand zu 70%. Infolge einer sparsamen Längsaussteifung neigen sich die Sparrendreiecke im Bereich des Nordgiebels um ca. 40 cm.
Sämtliche beobachtbaren Holzbauteile leiden unter, teilweise noch aktivem, Anobienbefall, während die freigelegten originalen Hölzer im Außenwandbereich vielfach ein Bild der Verrottung zeigen.

Scheune:
Südliche Giebelwand um 20 cm nach innen geneigt und weist eine schüsselartige Verformung von 30 cm auf. An den Balkenlagen liegen starke Schäden in Form von Verrottung und fehlenden Hölzern vor. Die gesamte Holzsubstanz weist Anobienbefall auf, welcher umfassende Sanierungsmaßnahmen erfordert.

(Stand vor Abbruch)
Bestand/Ausstattung:
Aufgrund mindestens zweimaliger kompletter Innensanierung kann das Haus praktisch mit keinerlei historischer Ausstattung aufwarten. Verblieben sind lediglich das Stuckprofil im Eckzimmer sowie die Keilstufentreppe im DG.
Die vorhandene Ausstattung stammt aus unserer Zeit und rudimentär von 1911.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Mischbau
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
Konstruktion/Material:
Wohnhaus:
Keller sowie erdgeschossige Außenwände (außer der Giebelwand zur Scheune) bestehen aus Bruchsteinmauerwerk in rotem Buntsandstein. In der dritten Bundachse wurde die Zwischenwand im Erdgeschoss in hammerrechtem Sandsteinmauerwerk ausgeführt. Alle anderen Außen- und Innenwände wurden als Fachwerkwände errichtet, deren Ausfachung zu 90% aus Mauerziegeln besteht. Beide Holzbalkenlagen, sämtliche Fachwerkwände sowie der zweifach stehende Stuhl mit Kehlbalken und Mittelunterzug bestehen aus Nadelholz. Ausgesteift wird das Gebäude durch Streben sowie Kopf- und Fußbänder. An den Knotenpunkten herrschen Schlitz und Zapfen vor, lediglich an den dachgeschossigen Bundständern der zweiten Achse weisen die Kopfbänder Verblattungen auf.

Scheune:
Besteht im Keller und Teilen des Erdgeschosses aus 50 cm dicken Bruchsteinwänden. Bei allen anderen Wänden handelt es sich um 18 cm dickes Fachwerk mit Ausfachungen in Bruchstein. Da die Deckenbalken über die gesamte Gebäudetiefe durchspannen, befindet sich in jedem Geschoss ein Mittelunterzug. Auf der fünfachsigen Ständerkonstruktion ruht ein dreifach stehender Dachstuhl mit Kehl- und Hahnbalken.

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