Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Wirtschaftsgebäude

ID: 209857609911  /  Datum: 21.12.2025
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Geisingerstraße
Hausnummer: 21
Postleitzahl: 78166
Stadt-Teilort: Pfohren

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8326012022
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1565)
Ältester erkannter Bauteil des untersuchten Gebäudes ist der hölzerne Kern der am modernen Nachbarhaus ansetzenden Tennenzone. Zum Zeitpunkt seiner Erbauung, im Jahre 1565 (d) war er Bestandteil des partiell durch den Neubau ersetzten Vorgängergebäudes Geisingerstraße Nr. 19 .
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

2. Bauphase:
(1711)
Spätestens mit dem Anbau des Gebäudes Nr. 21 um das Jahr 1711 (d) wird der übernommene Kern zur Tennenzone mit Einfahrt umgebaut.
Mit dem Bau lehnte sich an die übernommene und umgebaute Zone die heutige Stallzone an.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Stallgebäude

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht / Wohn- und Wirtschaftsgebäude in 78166 Pfohren (2025 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Ansicht 2009 / Wohn- und Wirtschaftsgebäude in 78166 Pfohren (2009 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Detail Toreinfahrten / Wohn- und Wirtschaftsgebäude in 78166 Pfohren (01.10.2009 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung
  • Bauhistorische Kurzdokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Traufseitig, leicht schräg zurückgesetzt vom Straßenverlauf.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Es handelt sich bei dem untersuchten Gebäude um einen zweigeschossigen Massivbau mit dreizoniger Gliederung und dreigeschossigem, zur Straße traufständig ausgerichteten Satteldach. Mit seinem in West-Ostrichtung verlaufenden First setzt es im Westen an einen Neubau an, um dann im weiteren Verlauf eine Tennenzone mit Einfahrt, eine Stallzone und am östlichen Abschluss eine Wohnzone aufzunehmen. Im Zuge der Rücktraufe ist ein moderner Garagenbau angebaut.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Ältester erkannter Bauteil des untersuchten Gebäudes ist der hölzerne Kern der am modernen Nachbarhaus ansetzenden Tennenzone. Spätestens mit dem Anbau des Gebäudes Nr. 21 wird der übernommene Kern zur Tennenzone mit Einfahrt umgebaut. Mit dem Bau lehnte sich an die übernommene und umgebaute Zone die heutige Stallzone an. Über der Stallzone, genauer in Anlehnung an der Straßentraufe, lag und liegt im Obergeschoss die Schlafkammer, während der rückwärtig verbleibende Raum als Heulager genutzt wurde. Die an die Stallzone angrenzende Zone ist als Wohnzone anzusprechen. Auf der Ebene des Erdgeschosses vom Wirtschaftsteil durch eine Massivwand getrennt, war sie vom Stall intern und über die Haustüre an der Straßentraufe extern erschlossen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Hausteil: Obwohl im 19.Jh. modernisiert (Fenster) hat sich die ursprüngliche Grundrisskonzeption im 1.OG weitgehend erhalten. In die Erbauungszeit datiert auch das Dachwerk mit seiner liegenden verzapften Stuhlkonstruktion in beiden Dachebenen. Die im 1. DG vorhandenen Kammerabtrennungen sind spätere Einbauten des 17./18. Jh. In die Modernisierungsphase gehört der Kamin, dessen Einbau zu einer Zerstörung der giebelseitigen Binderquerachsen führte. Bei dieser Störung handelt es sich um den einzigen nennenswerten Schaden. (2016)
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Der untersuchte Baukörper besteht aus einem massiven Bauteil, dem Haus und einem Fachwerkteil, der Scheune.

Das Haus:
Der zweigeschossige Massivbau mit Lager- und Wirtschaftsräumen im EG, der Wohnebene im OG sowie dem zweistöckigem Satteldach datiert in das Jahr 1565 (d).


Die Scheune:
Durch den Massivgiebel vom Hausteil abgetrennt, überlagert die ursprünglich dreizonige Scheune die Haustiefe an der rückwärtigen Traufe deutlich. Insofern überrascht das Dendro-Datum. Es belegt die zeitgleiche Errichtung von Haus und Scheune. Im Vergleich beider Bauteile sind zwei Beobachtungen zu erwähnen. So bildet das tragende Dachgerüst eine liegende, nicht verzapfte sondern verblattete Stuhlkonstruktion. Im Vergleich zum Dachgerüst des Hauses ist sie nicht zwei-, sondern einstöckig. Daraus resultiert die außerordentliche Höhe von 3,9 5m zwischen Dachbalken und Spannriegel.

Nahezu vollständig ist das Dachwerk erhalten. Abgezimmert als Sparrendach wird es durch den Einbau von zwei Kehlbalkenlagen in drei Dachgeschosse unterteilt. Das tragende Gerüst der Sparrendreiecke bilden im 1. Dachgeschoss abgesprengte Querbünde (liegende Stühle) in drei Querachsen, die durch einen mittigen Längsbund vervollständigt werden. In vertikaler Abstimmung mit den Querbünden des 1. Dachgeschosses sind auch im 2. Dachgeschoss liegende Tragkonstruktionen abgezimmert, wobei in diesem Fall auf die Ausführung eines mittigen Längsbundes verzichtet wurde.

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