Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Haus zum Regenbogen

ID: 331315049187  /  Datum: 08.07.2008
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Inselgasse
Hausnummer: 18
Postleitzahl: 78462
Stadt-Teilort: Konstanz

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: 11/1
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Haus zum Regenbogen (zusammen mit Inselgasse 18)

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem untersuchten Gebäude handelt es sich um einen dreigeschossigen, um das Jahr 1371 (d) erbauten Lagerbau mit partieller Wohnnutzung. Hinsichtlich seiner baulichen Ausdehnung erstreckte er sich zu diesem Zeitpunkt auf die beiden Gebäude Rheingasse 2 und Inselgasse 18, wobei die in Ansätzen erkannte Wohneinheit im 1. Obergeschoss von Inselgasse 18 eingerichtet war. Im Süden an der Inselgasse und im Westen an der Rheingasse stehend, besitzt der Lagerbau einen abgewinkelten Grundriss, ergänzt mit einem rückwärtig angrenzenden Innenhof. In die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert auch die auffallende Abschrägung im Winkel von Insel- und Rheingasse.

Nach Norden und Osten grenzt sich der Neubau mit neu errichteten Parzellenwänden ab, wobei zumindest im Osten, zur Brückengasse, ältere Brandwände im südlichen Abschnitt einbezogen wurden. Ein an der östlichen Brandwand angebauter, nach Westen ausgerichteter Pultdachbau vervollständigte den Baukomplex.

Das Gebäude steht auf den Parzellen älterer Vorgängerbauten, die sich in den Kellerstrukturen zum Teil ablesen lassen und beim Neubau des Gebäudes zu einer neuen Großparzelle zusammengefasst wurden.
In den Jahren um 1889 (d) erfolgt eine umfassende Modernisierung des Gebäudes zum Mehrfamilienwohnhaus. In diesem Zusammenhang wird der ursprünglich entlang den Rücktraufen und über die gesamte Gebäudehöhe angelegte Laubengang den neu geschaffenen Wohnräumen zugeschlagen.
Im 20. Jahrhundert wird der Laubengang mit einem neuen Dach erhöht.


1. Bauphase:
(1371)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1889)
In den Jahren um 1889 (d) erfolgt eine umfassende Modernisierung des Gebäudes zum Mehrfamilienwohnhaus.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Konstanz, Inselgasse 18/Ecke Rheingasse (Schoenenberg 2008) / Haus zum Regenbogen in 78462 Konstanz

Zugeordnete Dokumentationen

  • Publikationen/hist. Quellen
  • Bauhistorische Dokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Im Osten der Altstadt im Bereich Niederburg im mittleren Abschnitt der von Ost nach West verlaufenden Inselgasse gelegen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Dreigeschossiges, sehr großes Wohn- und Geschäftshaus mit abgeschrägter Südwestecke, zur Eckabschrägung abgewalmtes Dach. An der Ostseite dreistöckiger Seitenanbau. Front 13,74 m, Tiefe 21 m (Häuserbuch 1908, 263). Fassadengestaltung mit gleichmäßig gereihten Rechteckfenstern wohl 19. Jh.; im Giebelspitz der Ostseite ist ein stark verwittertes mittelalterliches Rechteckfenster erhalten (Denkmalliste).
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Mittelalterliche Innenstruktur erhalten (Denkmalliste).
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Strukturelle Teile des mittelalterlichen Baues sind erhalten.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
Konstruktion/Material:
Der Keller
Die angetroffene Kellerlandschaft setzt sich aus vielen kleinteiligen, zu unterschiedlichen Zeiten erbauten Kelleranlagen zusammen.
Beginnend im Nord-Westen gehört der südliche Abschnitt der Westwand, möglicherweise auch der gegenüberliegende Wandbereich, zu den ältesten Mauerstrukturen. Mit einer deutlichen Schiefstellung bzw. Verformung, besitzt er ein reines Wackenmauerwerk mit einem aus Backsteinen gesetzten Entlastungsbogen. Unbekannt ist neben der zeitlichen Einordnung die zugehörige Ausdehnung, wobei es sich bei den vorhandenen Belichtungsschächten um spätere Veränderungen handelt.
An den ältesten Teil der Westwand setzt eine nördliche Verlängerung an. Neben der veränderten Ausrichtung zeigt sie einen vertikalen Aufbau, aber keinen eindeutigen Verbund mit der östlich abknickenden Nordwand, so dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit als weitere eigenständige Bauphase bewertet werden kann.
Anders verhält es sich mit der Nordwand. Sie ist in der Nord-Ostecke mit der nach Süden verlaufenden Wand im Verbund gemauert, während letztere im Zusammenschluss mit der Ostwand einen Knick ausbildet. Im Anschluss daran entwickelt sich die südlich verlaufende Fortsetzung mit deutlichem Fugenabschluss.
In das 19. Jahrhundert ist die im Winkel von Insel- und Rheingasse schräg verlaufende Süd-Westwand zu datieren, wobei sie in Anlehnung an die Dachbefunde entweder als Ersatz einer älteren Wand, oder was gleichfalls nicht auszuschließen ist, als Vormauerung einzuordnen ist.
Deutlich ältere Mauerstrukturen lassen sich wieder im westlichen Bereich des großen Südkellers ablesen. So gehört dessen Nordwand mit der vermauerten Rundbogenöffnung zum ältesten, in das frühe 13. Jahrhundert zu datierenden Baubestand. Im Osten bis zum Knick reichend handelt es sich bei dem Portal um den Zugang eines sich nach Süden entwickelnden Kellers, wobei der zum Portal gehörige Kellerabgang nördlich davon vermutet werden kann. Einem vorangegangen Bauvorgang ist die Westwand des südlichen Großkellers zuzuordnen. Während des großen Umbaus um 1371 (d) zu einem Großteil abgebrochen und neu eingewölbt, handelt es sich möglicherweise um den Rest einer in Nord-Südrichtung verlaufenden Parzellenwand, wobei die Portalwand gegen die Parzellenwand gemauert wurde.
Vor die Aufmauerung des großen Südkellers sind auch die Baustrukturen innerhalb der Ostwand zu datieren. So zeichnet sich etwa in der Mitte, neben einem Knick, auch eine in Westrichtung ausgerichtete Ecke ab. Von diesem Eckverband sind im Sockelbereich einige, wenn auch während den momentanen Arbeiten abgespitzte Steine erhalten.Wie weit sich der zugehörige Keller in Richtung Süden erstreckte ist unbekannt. Im angetroffenen Zustand ist die Ostwand durch die Südwand des Südkellers gekappt. Im baulichen Verbund jünger als der Eckverband ist der an der Ecke ansetzende und nach Norden verlaufende Mauerzug. Er gehört offensichtlich zu einer unter dem Haus Brückengasse 11 liegenden, im 19. Jahrhundert entlang der Gasse neu gefassten Kelleranlage. In welchem Zusammenhang dabei der Ansatz einer in Resten erhaltenen Bogenöffnung zu sehen ist bleibt vorerst unbeantwortet.
Über die baulichen Reste der älteren, in der Ostwand erkannten Mauerstrukturen spannt sich ein im 14. Jahrhundert ausgeführter Entlastungsbogen. Er dient als Gründungsebene für die darüber neu aufgemauerte, weit in den Norden führende Parzellenwand.
In die Zeit des großen Umbaus datiert wohl die angetroffene Ausdehnung und Einwölbung des großen Südkellers. Über einen mehrfach verlängerten Kellerhals (ablesbar an der Einwölbung) erschlossen, besaß er ursprünglich zu dem östlich angrenzenden Kellerraum keine Verbindung. Nördlich an den Südkeller angrenzend liegt der mit ihm erbaute Hofkeller. Offensichtlich im rückwärtigen Hofraum abgegraben, führte der Aushub, wie schon die vorangegangenen Arbeiten zu einem weiteren Anstieg des rückwärtigen Hofniveaus.

Das Erdgeschoss
Auf dieser Ebene beschränkte sich die bauhistorische Untersuchung auf eine Begehung, wobei die beiden, die Erdgeschosshalle gliedernden Eichensäulen im Bestand ablesbar sind. Hinsichtlich ihres Standortes sind sie auf der gemeinsamen Trennwand zwischen dem Hof- und dem großen Südkeller angeordnet.

Das 1. Obergeschoss
Das tragende Innengerüst besteht aus zwei profilierten Eichenständern.
Sie tragen einen Längsunterzug, dessen Spannweite durch ein Sattelholz reduziert wurde und der im Osten möglicherweise auch als Auflager für das in den Nachbarbau Rheingasse 2 reichende Deckengebälk herangezogen wird.
Beide Eichenständer standen nicht frei im Raum, sondern waren, bzw. sind in eine Wand eingebunden. Nach den Befunden im Westen besitzt der untersuchte Ständer eine Nut, in die, als Bestandteil einer in Richtung Süden verlaufenden Wand, horizontal verbaute Bohlen eingelassen sind. In welchem Umfang die Bohlenwände noch erhalten sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesichert. Mit Sicherheit gehört der erkannte Bestand zu einem wohnlich genutzten und wohl auch erwärmbaren, möglicherweise mit einer Bretter-Balken-Decke ausgestatteten Raum. Dieser Raum ist mit hoher Sicherheit identisch mit dem stuckierten Raum an der Südtraufe. Inwieweit die angrenzenden Räume die wohnliche Gliederung vervollständigen ist bislang unbekannt. Bemerkenswert ist die Beobachtung, dass in diesen Räumen die lichten Raumhöhen deutlich variieren.
Noch nicht abschließend untersucht ist die Funktion eines zweiten, im angetroffenen Zustand verkleideten Unterzuges. Er verläuft parallel zur Rücktraufe und begrenzt in Anlehnung an die im Dachwerk aufgenommenen Befunde die eigentliche Rückwand des Gebäudes. Parallel dazu wird hofseitig der Verlauf eines aus dem Nachbarbau Rheingasse 2 bekannten und über Eichensäulen aufgeständerten Laubenganges vermutet. Sollte dies zutreffen, definiert der frei im Raum stehende und gleichfalls verkleidete Ständer die Abwinklung des Laubenganges nach Norden. Eine Aussage, die durch die Befunde im Haus Rheingasse 2 unterstützt wird.

Das 2. Obergeschoss
Wie in den unteren Geschossebenen besitzt auch das 2. Obergschoss ein mittiges, aus zwei Eichenständern bestehendes Traggerüst. Im Gegensatz zu den Ständern im 1. Obergeschoss handelt es sich in diesem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit um frei stehende Säulen einer ursprünglich offenen, ansonsten ungeteilten Halle. Analog zum 1. Obergeschoss deutet sich auch auf dieser Ebene ein Laubengang an.

Befunde zu Brückengasse 9
Von besonderem Interesse sind die entlang der östlichen Brandwand aufgenommenen Befunde. Es handelt sich um zwei Fensteröffnungen, die zu einem späteren Zeitpunkt vermauert wurden. In Anlehnung an den unverputzten und sichtbaren Mauerverband wurden die Öffnungen bauzeitlich mit der Errichtung der Brandwand angelegt und belichteten einen zur Brückengasse orientierten Baukörper.
Bei dem zugehörigen Dachwerk handelte es sich um ein Pultdach, dessen Firstpfette im 2. Dachgeschoss noch erhalten ist. Durch die Aufmauerung eines späteren Kamines zerschnitten, besitzt sie noch die Sassen für die ehemalige Anblattung von drei, ursprünglich zu den Gerüstständern reichenden Kopfbändern.
Putzabdrücke eines Ständers, sowie die eines Kopfbandes belegen, dass die Brandwand gegen das abgezimmerte Dachgerüst gemauert wurde. An der massiven Nordwand des angrenzenden Gebäudes Brückengasse 11 bildet sich der Verlauf eines ehemaligen Steigbandes ab. Ursprünglich steifte es das vor dem Giebel aufgestellte Traggerüst aus.

Das Dachwerk

Befunde zum hofseitigen Pultdachbau
Unterhalb der Ebene des 1. Dachgeschosses verläuft parallel zur östlichen Brandwand das Firsträhm eines nach Westen abfallenden Pultdaches. Mit den vorhandenen Ständern verzapft, wird das zugehörige Dach grob in das 18. Jahrhundert datiert. Dass es sich bei diesem Pultdach um den Ersatz eines älteren Pultdaches handelt belegt das nördliche Rähmauflager. Dessen Auflagernest ist deutlich größer als der Rähmquerschnitt und zeigt zudem im Setzmörtel den Abdruck eines vorangegangenen Rähmstirnholzes.
Von besonderem Interesse ist die Auflagerwand. Gegen die Brandwand gemauert ist die unverputzte Wand einer älteren Wand aufgemauert.
Diese ist verputzt und zeigt einen nach Osten abfallenden Dachanschlag mit Lattenabdruck. Offensichtlich mit dem Bau der östlichen Brandwand, bzw. mit der Abzimmerung des Pultdaches Brückengasse 9 abgebrochen, ist sie als Indiz für die älteste, vor 1371 (d) vorhandene Parzellengliederung zu werten. Sollte dies zutreffen, so entwickelte sich der älteste Baubestand an der Brückengasse weiter in Richtung Westen und wäre um 1371, mit dem Bau der östlichen Brandwand auf die heutige Tiefe reduziert worden.

Das Dachwerk Inselgasse 18
Das tragende Dachgerüst im 1. Dachgeschoss bildete eine zweifach stehende Stuhlkonstruktion von der die beiden Stuhlrähme weitgehend erhalten sind. Orientiert an der, am westlichen Ende des südlichen Rähmes belegbaren Abschrägung, nahm schon das ursprüngliche Dachwerk die im Unterbau vorgegebene Gebäudeabschrägung auf. Ein Befund, der auch am Ende des vom Gebäude Rheingasse 2 kommenden Rähmholzes nachvollziebar ist.
Auf den beiden Rähmhölzern entlasten sich in größeren Abständen Kehlbalken. Sie bilden das Auflager für einen einfach stehenden, auf einer Schwelle gegründeten Längsbund. Dieser trägt das Firsträhm. Auf den unteren Rähmhölzern und dem oberen Firsträhm entlasten sich neben Sparren auch Rofen. Während Erstere am First miteinander verblattet sind und einen angeblatteten Kehlbalken besitzen, liegen die Rofen auf dem Firsträhm nebeneinander und sind dem Rähm aufgenagelt. Sowohl die Sparren, wie auch die Rofen griffen am Dachfuß mit einem Fersenversatz in eine den Deckenbalken aufgenagelte Sparrenschwelle. Darunter verläuft die ursprüngliche, mit Flechtwerk geschlossene Rücktraufe des Kernbaus. Auf der Sparrenschwelle waren die Dachhölzer für den Laubengang aufgenagelt. Dessen Traufe ist heute angehoben und mit einer modernen Abschleppung überdacht.
Am westlichen Ende wird die Sparrenschwelle zur Ständerschwelle.
Das Zapfenloch für den Ständer, wie auch die Sasse für das den Ständer fixierende Fußband sind erhalten. Der Ständer markiert den ehemalige Schnittpunkt beider Dächer, bzw. die ehemalige Rückwand des über dem Gebäude Rheingasse 2 abgezimmerten Pultdaches mit dem Dachfuß des hier beginnenden Satteldaches. Ein weiterer Ständer ist westlich davon, in der Verlängerung der Rücktraufe belegt. Er stand unter dem von Haus Rheingasse 2 kommenden Rähm.
Das gesamte Dachwerk ist aus Nadelholz und ist rauchschwarz.

Um das Jahr 1889 (d) wird das alte Stuhlgerüst durch drei Sprengbünde ersetzt. Im Zusammenhang mit dem zeitgleichen Einbau des parallel zur Rücktraufe verlaufenden Überzuges wird neben dem Dachwerk auch der Unterbau umfassend umgebaut. Der ehemalige Lagerbau wird zum Mehrfamilienhaus.

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