Bauernhaus
ID:
107232265216
/
Datum:
22.04.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Bergstraße |
| Hausnummer: | 4 |
| Postleitzahl: | 78333 |
| Stadt-Teilort: | Espasingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Konstanz (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8335079014 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Von dem um 1766 (d) errichteten Gebäude hat sich der Wohnteil erhalten, der heute die südliche Hälfte bildet. Nach konstruktiven Merkmalen zu schließen, nahm der nicht mehr erhaltene nördliche Abschnitt eine bescheidene Landwirtschaft auf, wie sie allein der Eigenversorgung gedient haben kann. Demzufolge waren die Bewohner einem anderen Erwerb nachgegangen. Im frühen 20. Jahrhundert gab man die Landwirtschaft auf und ersetzte den nördlichen Abschnitt durch ein Ladengeschäft und eine Werkstatt für einen Schuhmacherbetrieb und schuf weiteren Wohnraum in einem rückwärtigen Querbau.
1. Bauphase:
(1766)
(1766)
Errichtung des Gebäudes unter Verwendung eines Holzvorrates aus den Winterfällungen von 1762/63 bis 1765/66 (d).
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Konstruktionsdetail:
- Holzgerüstbau
- Geschossgerüst
2. Bauphase:
(1910 - 1920)
(1910 - 1920)
Umbau des Ökonomieteils in eine Ladengeschäft und eine Werkstatt für einen Schuhmacherbetrieb.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Ökonomiegebäude
Zugeordnete Dokumentationen
- Dendrochronologisches Gutachten
- Bauhistorische Analyse
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Traufständiges Gebäude an der Bergstraße im Ortskern von Espasingen auf einem ansteigenden Grundstück
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Gewerbe- und Industriebauten
- Werkstattgebäude
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Bauernhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das recht kleine Gebäude umfasst zwei Vollgeschosse und erhebt sich auf L-förmiger Grundfläche. Der straßenseitige Baukörper steht traufständig und besitzt ein Satteldach mit Steilgiebeln. An diesen schließt sich rückwärtig ein Querbau ebenfalls mit Steilgiebel an. Ein kleiner Schopf steht innerhalb des so gebildeten Winkels. An die Stelle der früheren nördlichen Hälfte trat der Neubau einer Schuhwerkstatt, verbunden mit weiteren Wohnräumen im Querbau. Unterkellert ist etwa die zur Straße gelegene Hälfte der Grundfläche des erhaltenen Rumpfs des älteren Hauses.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Im Wohnteil einer Erdgeschoss mit Grundriss aus zwei Querzonen aus Flur und Stube sowie Küche und Kammer, im Obergeschoss ebenfalls zweizonig aus Flur und Kammer sowie zwie Kammern. Der Wirtschaftsteil bestand aus zwei Längzonen wohl Tenne und Stall sowie Heulager über dem Stall.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Holzgerüstbau
- Geschossgerüst
- Dachform
- Satteldach
Konstruktion/Material:
Die Konstruktion besteht aus einem Holzgerüst aus einem geschossweise gegliederten Ständergerüst im Wohnbereich und aus über beide Geschosse durchlaufenden Bundständern innerhalb der Trennwand zum früheren Wirtschaftsteil.
Das Dachwerk ist als stehender Stuhl abgezimmert, dessen Ständer in der südlichen Giebelwand und in der Trennwand zum abgängigen Hausteil platziert sind, wonach die Stuhlrähme frei über die gesamte Breite des Wohnteils von 6,6 m spannen. Der Längsaussteifung dienen Kopfstreben, der Queraussteifung die Streben von Giebeldreieck und Dachtrennwand. Die Stuhlrähme setzen sich ungebrochen in den nördlichen Abschnitt fort, ebenfalls mit einer Längsaussteifung aus Kopfstreben. In den Binderquerachsen zapfen die Kehlbalken in die Sparren ein, wogegen es bei den Gespärren dazwischen nur einen stumpfen Stoß gibt.
Das Fachwerk des Giebeldreiecks zeigt einen einfachen Aufbau aus zwei Stuhlständern, zusätzlich einem Mittelständer, Feldstreben und einer zweifachen Verriegelung. Zu beiden Seiten des Mittelständers sind zwei kleine Fensteröffnungen angeordnet. Im 2. Dachgeschoss gibt es nur eine einzelne Fensteröffnung. In der Giebelspitze finden sich zwei winzige Streben von gebogener Form, die als Zierelemente anzusprechen sind und als Indiz darauf dafür zu werten sind, dass das Fachwerk anfänglich offen sichtbar war.
Das Dachwerk ist als stehender Stuhl abgezimmert, dessen Ständer in der südlichen Giebelwand und in der Trennwand zum abgängigen Hausteil platziert sind, wonach die Stuhlrähme frei über die gesamte Breite des Wohnteils von 6,6 m spannen. Der Längsaussteifung dienen Kopfstreben, der Queraussteifung die Streben von Giebeldreieck und Dachtrennwand. Die Stuhlrähme setzen sich ungebrochen in den nördlichen Abschnitt fort, ebenfalls mit einer Längsaussteifung aus Kopfstreben. In den Binderquerachsen zapfen die Kehlbalken in die Sparren ein, wogegen es bei den Gespärren dazwischen nur einen stumpfen Stoß gibt.
Das Fachwerk des Giebeldreiecks zeigt einen einfachen Aufbau aus zwei Stuhlständern, zusätzlich einem Mittelständer, Feldstreben und einer zweifachen Verriegelung. Zu beiden Seiten des Mittelständers sind zwei kleine Fensteröffnungen angeordnet. Im 2. Dachgeschoss gibt es nur eine einzelne Fensteröffnung. In der Giebelspitze finden sich zwei winzige Streben von gebogener Form, die als Zierelemente anzusprechen sind und als Indiz darauf dafür zu werten sind, dass das Fachwerk anfänglich offen sichtbar war.


