Wohn- und Wirtschaftsgebäude
ID:
113533341419
/
Datum:
30.10.2025
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Hauptstraße |
| Hausnummer: | 48 |
| Postleitzahl: | 75180 |
| Stadt-Teilort: | Pforzheim-Würm |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Kreis: | Pforzheim (Stadtkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8231000043 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
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Wohnhaus, Würmer Hauptstraße 10/12 (75180 Pforzheim-Würm)
Wohnhaus, Würmer Hauptstraße 23 (75180 Pforzheim-Würm)
Wohnhaus, Würmer Hauptstraße 23 (75180 Pforzheim-Würm)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude datiert im seinem ältesten erkannten Bestand in die Jahre um 1721 (d). Im Jahre 1772 wurde durch eine straßenseitige Verlängerung des Wirtschaftsteiles ein Schopf angebaut. Im Erdgeschossbereich offen, diente er als Unterstand für Fuhrwerke, während der Dachraum als Lagerfläche für Heu und Stroh genutzt wurde.
1. Bauphase:
(1721)
(1721)
Der Kernbau von 1721 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
2. Bauphase:
(1772)
(1772)
Der Anbau von 1772 (i/d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Anbau
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Dokumentation
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Zur südlich liegenden Hauptstraße einen kleinen Hof ausbildend, steht der untersuchte Gebäudekomplex mit seinem Westgiebel in Ecklage zu einem von der Hauptstraße zur Schulstraße führenden Verbindungsweg.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Den Kern des Bestandes bildet ein Wohn-Stall-Scheunenhaus an den rechtwinklig, die Flucht des östlichen Giebels aufnehmend, ein offener, von der Hauptstraße befahrbarer Schopf angebaut ist.
Gegliedert in einen Wohnteil über dem erdgeschossigen Stall und einen daran angrenzenden Wirtschaftsteil mit Tennen- und abschließender Barnzone, die beide unter einer gemeinsamen Firstline vereint sind, datiert der älteste erkannte Bestand in die Jahre um 1721 (d). Bezogen auf den zum Schulstraßenweg ausgerichteten Wohnteil, handelt es sich um einen auf einem massiven Erdgeschoss aufgesetzten Fachwerkstock mit giebelseitig leicht auskragendem, zweigeschossigem Satteldach. Im Gegensatz dazu ist der zweistöckige, an den Wohnteil angrenzende Wirtschaftsteil auf einem niedrigen Fundamentsockel abgezimmert.
Gegliedert in einen Wohnteil über dem erdgeschossigen Stall und einen daran angrenzenden Wirtschaftsteil mit Tennen- und abschließender Barnzone, die beide unter einer gemeinsamen Firstline vereint sind, datiert der älteste erkannte Bestand in die Jahre um 1721 (d). Bezogen auf den zum Schulstraßenweg ausgerichteten Wohnteil, handelt es sich um einen auf einem massiven Erdgeschoss aufgesetzten Fachwerkstock mit giebelseitig leicht auskragendem, zweigeschossigem Satteldach. Im Gegensatz dazu ist der zweistöckige, an den Wohnteil angrenzende Wirtschaftsteil auf einem niedrigen Fundamentsockel abgezimmert.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Beginnend am Westgiebel, liegt der Stall, der an der Südtraufe über zwei bauzeitliche Zugänge erreichbar war. Über den westlichen Eingang erfolgte ehemals die Entmistung des Stalles. Über den östlichen Zugang war quasi der Futtergang für das, zwischen den beiden Eingängen aufgestallte Vieh erreichbar.
Auf den Stall folgt eine schmale Flurzone. Innerhalb dieser liegt neben der internen Vertikalerschließung auch eine Verbindung zur angrenzenden Tenne. Die Tenne besaß ehemals eine zweiflügelige Einfahrt. Sie war über die gesamte Gebäudebreite ungeteilt und erstreckte sich, im Gegensatz zum haushohen Barn, in ihrer Höhe nur bis zur Dachbalkenlage mit einem darin ausgewechseltem Heuabwurfloch.
Von der Tenne war ein unter der Barnzone liegender, mit hoher Wahrscheinlichkeit gewölbter, im angetroffenen Zustand nicht begehbarer Keller erreichbar.
Das als Holzgerüstbau abgezimmerte Obergeschoss ist extern über eine Außentreppe an der Südseite erreichbar. Von frei stehenden, zum Teil aufwändig gestalteten Holzsäulen getragen, wird sie von einer abgeschleppten Dachfläche überdacht. Vom Treppenpodest führt der Eingang mit wohl noch bauzeitlichem Türblatt in einen schmalen kurzen Flur, der neben der internen Erschließung des Obergeschosses auch die Treppe ins Dach aufnahm. Vom Flur ist die über dem Stall liegende Wohnstube mit erhaltenem Fenstererker an der Straßenseite zugänglich. Gleiches galt für die in der Verlängerung des Flures liegende Küche. An die Stube grenzt die bauzeitliche Schlafkammer an. An den Wohnbereich schießt sich im Osten der Wirtschaftsteil mit Tenne an.
Auf den Stall folgt eine schmale Flurzone. Innerhalb dieser liegt neben der internen Vertikalerschließung auch eine Verbindung zur angrenzenden Tenne. Die Tenne besaß ehemals eine zweiflügelige Einfahrt. Sie war über die gesamte Gebäudebreite ungeteilt und erstreckte sich, im Gegensatz zum haushohen Barn, in ihrer Höhe nur bis zur Dachbalkenlage mit einem darin ausgewechseltem Heuabwurfloch.
Von der Tenne war ein unter der Barnzone liegender, mit hoher Wahrscheinlichkeit gewölbter, im angetroffenen Zustand nicht begehbarer Keller erreichbar.
Das als Holzgerüstbau abgezimmerte Obergeschoss ist extern über eine Außentreppe an der Südseite erreichbar. Von frei stehenden, zum Teil aufwändig gestalteten Holzsäulen getragen, wird sie von einer abgeschleppten Dachfläche überdacht. Vom Treppenpodest führt der Eingang mit wohl noch bauzeitlichem Türblatt in einen schmalen kurzen Flur, der neben der internen Erschließung des Obergeschosses auch die Treppe ins Dach aufnahm. Vom Flur ist die über dem Stall liegende Wohnstube mit erhaltenem Fenstererker an der Straßenseite zugänglich. Gleiches galt für die in der Verlängerung des Flures liegende Küche. An die Stube grenzt die bauzeitliche Schlafkammer an. An den Wohnbereich schießt sich im Osten der Wirtschaftsteil mit Tenne an.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die nachhaltigste Veränderung bezieht sich auf den Einbau eines Ladengeschäftes in den südlichen Teil der Tenne und die damit verbundene Aufgabe der ehemaligen Zufahrtssituation.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Dachform
- Satteldach
Konstruktion/Material:
Das Traggerüst des als Sparrendach abgezimmerten Dachwerkes besteht im 1. Dachgeschoss aus einem dreifach stehenden Stuhl in zwei inneren und zwei äußeren (Giebel-) Querachsen.
Ausgesteift durch verzapfte Kopfstreben, tragen sie drei Stuhlrähme, auf denen die mit den Sparren verzapften Kehlbalken lagern. Entsprechend der jeweiligen Zonennutzung zeigen die Sparrenpaare verschiedene Abzimmerungsvarianten. Über der Wohn-, Flur- und Tennenzone zapfen die Sparren in durchlaufende Dachbalken. Über dem Barn zapfen sie in kurze Dachfußbalken, so dass hier der Lagerraum bis unter den First offen blieb. Im 2. Dachgeschoss ist unter dem Firstverlauf ein stehender Längsbund mit verzapften Kopfstreben angeordnet.
Ausgesteift durch verzapfte Kopfstreben, tragen sie drei Stuhlrähme, auf denen die mit den Sparren verzapften Kehlbalken lagern. Entsprechend der jeweiligen Zonennutzung zeigen die Sparrenpaare verschiedene Abzimmerungsvarianten. Über der Wohn-, Flur- und Tennenzone zapfen die Sparren in durchlaufende Dachbalken. Über dem Barn zapfen sie in kurze Dachfußbalken, so dass hier der Lagerraum bis unter den First offen blieb. Im 2. Dachgeschoss ist unter dem Firstverlauf ein stehender Längsbund mit verzapften Kopfstreben angeordnet.


