Gebäudekomplex, Rückgebäude
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Metzgerstraße |
| Hausnummer: | 2 |
| Postleitzahl: | 77704 |
| Stadt-Teilort: | Oberkirch |
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| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Ortenaukreis (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8317089049 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
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Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Wohnhaus, Metzgerstraße 4 (77704 Oberkirch)
Untere Linde, Querstraße 21 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Thomaslohgasse 8 (77704 Oberkirch)
Bauphasen
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein besitzrechtlich einheitliches Grundstück bebauend, stammt der Kern des Rückgebäudes an der Metzgerstraße aus dem Jahre 1719 (d), während das Hauptgebäude Hauptstraße 63 im Jahre 1723 (d) errichtet wurde.
Insofern der Wiederaufbauphase nach der Zerstörung der Stadt im Jahre 1689 angehörend, diente das als Wohn- und Lagergebäude anzusprechende Rückgebäude in einem ersten Schritt dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Konsolidierung, während sich mit der Errichtung des Hauptgebäudes als kaufmännisches Wohn- und Verkaufshaus der zwischenzeitlich eingetretene wirtschaftliche Aufschwung ablesen lässt.
Ausgehend vom Haupthaus an der Hauptstraße schon früh erst mit einem, dann mit einem zweiten Hofanbau erweitert, wird ein großer Teil des Rückgebäudes bei einem Brand um 1794 zerstört und wieder aufgebaut, während in der Folgezeit die Erneuerung und Reparatur der Hofgebäude unter der Wiederwendung von Althölzern erfolgt.
Parallel dazu bleibt der Hauptbau der in seinem äußeren Erscheinungsbild gewichtigere Repräsentativbau, während das ältere Rückgebäude in dieser Hinsicht in den Hintergrund gerät. Im angetroffenen Zustand dominieren in den beiden Wohnbereichen von Haupt- und Rückgebäude Ausbauzustände aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, bevor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit der Umnutzung des Erdgeschosses zur Bankfiliale, der Hauptbau sein heutiges Erscheinungsbild erhält und die Erschließung und Nutzung des Obergeschosses in den Bereich der in diesem Zusammenhang erweiterten und umgebauten Hofbauten ausgedehnt wird.
(1719)
- Erdgeschoss
- Dachgeschoss(e)
- Siedlung
- Stadt
- Wohnbauten
- Wohnhaus
(1794)
- Dachgeschoss(e)
(1890 - 1899)
- Ausstattung
Zugeordnete Dokumentationen
- Dendrochronologische Datierung
- Bauhistorische Dokumentation
Beschreibung
- Siedlung
- Stadt
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Zonierung:
Im Vergleich zum Erdgeschossgrundriss nimmt das Obergeschoss zwei unterschiedliche, funktional nicht miteinander verbundene Nutzungsbereiche auf. Im Einzelnen sind dies der straßenseitig orientierte Wohnbereich und ein den verbleibenden Grundriss einnehmender, über dem Gewölbekeller liegender Lagerbereich.
Letzterer ist über eine Treppe mit Auslaufpodest innerhalb der mittigen Erdgeschosszone erreichbar. Sie führt in eine offene Halle mit unterschiedlichem Fußbodenniveau, das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den partiellen Abbruch des Erdgeschossgewölbes zurückzuführen ist und der in diesem Zusammenhang die spätere Verbindung zu Anbau 2 ermöglichte.
Im Gegensatz dazu ist der Kern des Wohnbereiches dem bauzeitlichen Bestand des Gebäudes zuzuordnen. Das wohnliche Zentrum besteht aus Stube und benachbarter, nur über die Stube zugängliche Schlafkammer. Beide Räume liegen innerhalb der hofseitigen Grundrisshälfte, wobei die Stube die repräsentative Ecklage einnimmt.
Konstruktionen
So besteht das Dach aus zwei eigenständig abgezimmerten Konstruktionsabschnitten, deren Trennlinie mit den unterschiedlichen Nutzungsbereichen im Unterbau identisch ist.
Danach ist der straßenseitige Teil älter, ist in Abstimmung mit dem Obergeschoss zweizonig gegliedert und nimmt am Straßengiebel, anstelle zweier älterer Dachkammern, eine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts modernisierte und geringfügig verkleinerte Dachkammer auf. Im Vergleich dazu ist der rückwärtige Dachabschnitt ungeteilt und im angetroffenen Zustand allein über das Dachwerk von Anbau 2 erreichbar.

