Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Nordöstlicher Teil der Klostermauer

ID: 161254234113  /  Datum: 18.01.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Klostergasse
Hausnummer: 1
Postleitzahl: 79341
Stadt-Teilort: Kenzingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Emmendingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8316020009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,1934° nördliche Breite, 7,7681° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

In der Flucht der westlich stehenden Klostermauer verlaufend, bildet die untersuchte Mauer deren Fortsetzung nach Osten, wobei der erhaltene Wandabschnitt gleichzeitig in einen nach Süden ausgerichteten, in seiner ursprünglichen Breite unbekannten Baukörper eingebunden war.

Ältester Bestand der untersuchten Giebelwand ist der untere Wandabschnitt, dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der obere Mauerabschnitt zuzuordnen ist. In diesem Zusammenhang ist zumindest die geflickte, bis zur Dachbasis aufsteigende Ausbruchstelle zu sehen. Ob es sich bei der ehemaligen Einbindung um die ehemalige Westwand oder um eine innere Trennwand des angrenzenden Gebäudes handelte, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden werden. Insofern zumindest punktuell zweigeschossig aufgemauert, ist die Mauer somit nicht nur Bestandteil der benachbarten Klostermauer. Eine Situation, wie sie auch im Gemarkungsplan von 1873 erkennbar ist. In Anlehnung an das Mauermaterial und die kriegerischen Zerstörungen ist der erhaltene Mauerrest mindestens in das 17. Jahrhundert zu datieren.

In das 19. Jahrhundert datiert ein Umbau des in seinen Ausmaßen unbekannten Gebäudes. Dazu gehört neben der Aufmauerung des Dachgiebels und der Anlage der beiden Fensteröffnungen auch die Anlage der unter dem abgeschleppten Dach angelegten Grubeneinfassungen, bevor im 20. Jahrhundert die Vormauerungen und die Ausdehnung nach Norden mit dem zugehörigen Durchbruch erfolgten.


1. Bauphase:
(1600 - 1699)
Die Mauer stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Klostermauer
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Rest der Klostermauer an der ehem. Giebelwand des abgebrochenen Feuerwehrgerätehauses mit Blick von Südwesten / Nordöstlicher Teil der Klostermauer in 79341 Kenzingen (2017 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Detail des Restes der Klostermauer / Nordöstlicher Teil der Klostermauer in 79341 Kenzingen (2017 - Burghard Lohrum)
Abbildungsnachweis
Tor durch die Klostermauer entlang der Klostergasse, Abschnitt Südosten / Nordöstlicher Teil der Klostermauer in 79341 Kenzingen (2017 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Befundaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Während des Abbruchs des ehem. Feuerwehrgerätehauses im April 2017 wurde dessen nördlicher Giebel als Teil der, das ehemalige Franziskanerkloster eingrenzenden Klostermauer erkannt.
Das Klosterareal im Nordwesten begrenzend, ist der erhaltene Mauerabschnitt im Kontext mit der in West- Ostrichtung verlaufenden und im Westen erhaltenen Klostermauer zu sehen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Klostermauer
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem untersuchten Mauerabschnitt ist die Gründungsebene im anstehenden Bodenniveau verborgen, während sie im Bereich der erhaltenen Klostermauer offen liegt. So lassen sich zwei Gründungshorizonte erkennen. Danach gehört wohl das untere und deutlich in Richtung Süden vorstehende Fundament zur ehemaligen Stadtmauer, deren Fundamentverlauf die Ausrichtung der darauf, auf einem zweiten Fundament sitzenden Klostermauer vorgibt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Der älteste erkannte Befund bezieht sich auf den unteren Bereich des ehemaligen Nordgiebels. Eine Stärke von etwa 60 cm besitzend, setzt er im Westen mit einer Abbruchkante an, um dann im Osten hinter zwei modernen Vorsatzschalen ohne genaue Kenntnis seiner Ostbegrenzung auszulaufen.
Die Mauer ist zweischalig ohne künstliche Steinmaterialien (Backstein, Dachziegel etc.) mit einem feinkörnigen und hellen Mörtel aufgemauert. Die südliche Wandfläche ist verputzt und gestrichen; die nördliche Wandfläche war steinsichtig. Ausgehend vom vorhandenen Betonboden besitzt der untere Wandabschnitt eine Höhe von 2,25m, die sich wohl über die gesamte Mauerlänge in Richtung Osten erstreckte.

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