Wohnhaus
ID:
176353835016
/
Datum:
19.06.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Jos-Weiß-Straße |
| Hausnummer: | 21 |
| Postleitzahl: | 72764 |
| Stadt-Teilort: | Reutlingen |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Kreis: | Reutlingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8415061015 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.
Wohn- und Geschäftshaus (72764 Reutlingen, Albstraße 2)
Fachwerkhaus, Albstraße 4 (72764 Reutlingen)
Ehem. Dekanatsgebäude, Aulberstraße 1 (72764 Reutlingen)
Fachwerkhaus, Bebenhäuserhofstraße 4 (72764 Reutlingen)
Fachwerkhaus, Kanzleistraße 24 (72764 Reutlingen)
ehem. Dienerwohnung des Reutlinger Oberamtes, Kanzleistraße 26 (72765 Reutlingen)
Ehem. Barfüßerkloster, Friedrich-List-Gymnasium, Kanzleistraße 28 (72764 Reutlingen)
Wohn- und Geschäftshaus (72764 Reutlingen, Katharinenstraße 14)
Wohnhaus, Katharinenstraße 16 (72764 Reutlingen)
Pfarrwaschhaus, Krämerstraße 14 (72764 Reutlingen)
Ehem. Helferratsgebäude, Metzgerstraße 56 (72765 Reutlingen)
Scheune des Nürtinger Pfleghofs, Nürtingerhofstraße 12/1 (72764 Reutlingen)
Heimatmuseum (72764 Reutlingen, Oberamteistraße 22)
Marchtaler Hof, Klosterhof Marchtal, Oberamteistraße 31 (72764 Reutlingen)
Wohnhaus, Pfäfflinshofstraße 4 (72764 Reutlingen)
Wohnhaus, Untere Gerberstraße 14 (72764 Reutlingen)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria), Apostelfiguren Nordseite (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria) (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria), Turmhelm (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Altes Lyceum, heute Naturkundemuseum, Weibermarkt 4 (72764 Reutlingen)
Fachwerkhaus, Albstraße 4 (72764 Reutlingen)
Ehem. Dekanatsgebäude, Aulberstraße 1 (72764 Reutlingen)
Fachwerkhaus, Bebenhäuserhofstraße 4 (72764 Reutlingen)
Fachwerkhaus, Kanzleistraße 24 (72764 Reutlingen)
ehem. Dienerwohnung des Reutlinger Oberamtes, Kanzleistraße 26 (72765 Reutlingen)
Ehem. Barfüßerkloster, Friedrich-List-Gymnasium, Kanzleistraße 28 (72764 Reutlingen)
Wohn- und Geschäftshaus (72764 Reutlingen, Katharinenstraße 14)
Wohnhaus, Katharinenstraße 16 (72764 Reutlingen)
Pfarrwaschhaus, Krämerstraße 14 (72764 Reutlingen)
Ehem. Helferratsgebäude, Metzgerstraße 56 (72765 Reutlingen)
Scheune des Nürtinger Pfleghofs, Nürtingerhofstraße 12/1 (72764 Reutlingen)
Heimatmuseum (72764 Reutlingen, Oberamteistraße 22)
Marchtaler Hof, Klosterhof Marchtal, Oberamteistraße 31 (72764 Reutlingen)
Wohnhaus, Pfäfflinshofstraße 4 (72764 Reutlingen)
Wohnhaus, Untere Gerberstraße 14 (72764 Reutlingen)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria), Apostelfiguren Nordseite (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria) (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Marienkirche (ev. Stadtkirche St. Maria), Turmhelm (72764 Reutlingen, Weibermarkt 1)
Altes Lyceum, heute Naturkundemuseum, Weibermarkt 4 (72764 Reutlingen)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das nur wenige Meter östlich des Eisturms, einem Geschützturm der Zwingeranlage, an der Südostflanke der Stadt errichtete Gebäude Jos-Weiß-Straße 21 gehört zu den ältesten Exemplaren der sogenannten "Grabenhäuser". Diese wurden im Zwingerbereich zwischen der im Laufe des 13. Jahrhunderts errichteten Stadtmauer und der vermutlich nach 1519 hinzugefügten Zwingermauer angelegt.
1. Bauphase:
(1304)
(1304)
Ältester Bestandteil des Hauses bildet die 1304 im Bereich des Mühltörles erstmals urkundlich genannte, annähernd Nord-Süd verlaufende Stadtmauer. Die an dieser Stelle ca 1,8 m (OG) starke Wehrmauer ist bis zur Höhe des Laufwegs des Wehrgangs erhalten.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
2. Bauphase:
(1730)
(1730)
Erneuerung des Wehrgangs um 1730
Der in seinen hölzernen Bestandteilen noch teilweise bestehende Wehrgang besitzt keinerlei bauliche Verbindung zum Gefüge des von außen her gegen die Stadtmauer errichteten Wohngebäudes. Das nur noch in Form von einigen Dachbalken erhaltene, ansonsten aber im 20. Jh. erneuerte Sparrendach des Wehrgangs lagert nordwestlich auf einem einfach ausgeneggelten Bund.
Der in seinen hölzernen Bestandteilen noch teilweise bestehende Wehrgang besitzt keinerlei bauliche Verbindung zum Gefüge des von außen her gegen die Stadtmauer errichteten Wohngebäudes. Das nur noch in Form von einigen Dachbalken erhaltene, ansonsten aber im 20. Jh. erneuerte Sparrendach des Wehrgangs lagert nordwestlich auf einem einfach ausgeneggelten Bund.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Begutachtung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Nur wenige Meter östlich des Eisturms, einem Geschützturm der Zwingeranlage, an der Südostflanke der Stadt gelegen.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude nutzte die Stadtmauer zunächst lediglich als stabile Rückwand, gegen die sowohl Unterbau und Dachwerk gesetzt wurden. Da zur Errichtungszeit des Hauses die Brustwehr der Stadtmauer noch überwiegend vorhanden war, ist davon auszugehen, dass der Wehrgangsbereich der Stadtmauer zunächst überhaupt nicht oder nur teilweise genutzt wurde.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Die Größe und räumliche Gliederung des Hauses lässt erahnen, dass es um ein Gebäude der sozialen Unterschicht gehandelt hat.
Allerdings weist das allem Anschein nach ungeteilte Erdgeschoss auf handwerkliche Tätigkeiten hin, sodass - ohne dies gänzlich auszuschließen - nicht zwingend von einem Taglöhnerhaus ausgegangen werden muss. Dennoch zeigen die zumindest teilweise offene Rauchführung und die wenigen Wohnräume an, das das Gebäude nicht nur einen niedrigen, sondern auch äußerst rückständigen Wohnkomfort bot. Die späteren Umbauten haben daran nur wenig geändert.
Allerdings weist das allem Anschein nach ungeteilte Erdgeschoss auf handwerkliche Tätigkeiten hin, sodass - ohne dies gänzlich auszuschließen - nicht zwingend von einem Taglöhnerhaus ausgegangen werden muss. Dennoch zeigen die zumindest teilweise offene Rauchführung und die wenigen Wohnräume an, das das Gebäude nicht nur einen niedrigen, sondern auch äußerst rückständigen Wohnkomfort bot. Die späteren Umbauten haben daran nur wenig geändert.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Wohl um die Mitte des 19. Jarhrhunderts wurde das Gebäude grundlegend saniert und die Fassade modernisiert.
Seitdem ist außer dem provisorisch anmutenden, teils waaghalsigen Umgang mit der zum Raumgewinn teilweise unterhöhlten Stadtmauer und den Strom- und Wasseranschluss im 20. Jh. nichts wesentliches mehr verändert worden.
Seitdem ist außer dem provisorisch anmutenden, teils waaghalsigen Umgang mit der zum Raumgewinn teilweise unterhöhlten Stadtmauer und den Strom- und Wasseranschluss im 20. Jh. nichts wesentliches mehr verändert worden.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachform
- Pultdach
- Holzgerüstbau
- allgemein
Konstruktion/Material:
Das Holzgerüst des Hauses wurde über einem baulich überwiegend Bezug nehmenden, flach mit eichenen Balken überdeckten Keller errichtet. Die Bruchsteinwände des Kellers waren gegen das schräg nach unten vorspringende Fundament der Stadtmauer gesetzt.
Das zweigeschossige Holzgerüst des Unterbaus ist an den beiden Schmalseiten noch umfassend, wenn nicht gar beinahe ungestört erhalten. Hier zeigt sich ein für das 17. und 18. Jahrhundert typischer Gerüstaufbau mit stockwerkweise abgezimmerten Gerüstebenen und einfach verriegelten, mit Feldstreben ausgesteiften Fachwerkwänden.
Bei dem Dachwerk handelt es sich um ein zweigeschossiges Pultdach, dessen Sparren und Kehlbalken von stehenden Stühlen unterstützt werden. Im 1. DG handelt es sich um ein einzonig, einschiffig konzipiertes Stuhlgerüst, dessen Längsbünde folglich nur in den Außenwänden konstruktiv mit einander verbunden und in Querrichtung ausgesteift sind. Das bedeutet zugleich, dass sowohl das 1. DG räumlich ungeteilt war. Im 2. DG findet sich analog zu Dachfirstständergerüsten ein stehender Längsbund unter der Firstachse, dessen Rähm das obere Auflager der Sparren bildet. Die beiden Stuhlgerüste sind durch Anlage eines jeweils mittig platzierten, mit Kopfstreben ausgesteiften Zwischenständers in zwei gleich breite Gerüstabschnitte gegliedert und übernehmen folglich auch nicht die Querteilung des OGs.
Das zweigeschossige Holzgerüst des Unterbaus ist an den beiden Schmalseiten noch umfassend, wenn nicht gar beinahe ungestört erhalten. Hier zeigt sich ein für das 17. und 18. Jahrhundert typischer Gerüstaufbau mit stockwerkweise abgezimmerten Gerüstebenen und einfach verriegelten, mit Feldstreben ausgesteiften Fachwerkwänden.
Bei dem Dachwerk handelt es sich um ein zweigeschossiges Pultdach, dessen Sparren und Kehlbalken von stehenden Stühlen unterstützt werden. Im 1. DG handelt es sich um ein einzonig, einschiffig konzipiertes Stuhlgerüst, dessen Längsbünde folglich nur in den Außenwänden konstruktiv mit einander verbunden und in Querrichtung ausgesteift sind. Das bedeutet zugleich, dass sowohl das 1. DG räumlich ungeteilt war. Im 2. DG findet sich analog zu Dachfirstständergerüsten ein stehender Längsbund unter der Firstachse, dessen Rähm das obere Auflager der Sparren bildet. Die beiden Stuhlgerüste sind durch Anlage eines jeweils mittig platzierten, mit Kopfstreben ausgesteiften Zwischenständers in zwei gleich breite Gerüstabschnitte gegliedert und übernehmen folglich auch nicht die Querteilung des OGs.



