Wohn- und Geschäftshaus
ID:
143395744717
/
Datum:
24.09.2026
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
| Straße: | Marktplatz |
| Hausnummer: | 28 |
| Postleitzahl: | 71229 |
| Stadt-Teilort: | Leonberg |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Kreis: | Böblingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8115028016 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
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ehem. Gasthaus Löwen (71229 Leonberg, Graf-Eberhard-Straße 7)
Kornsches Haus (ehem. Stadtschreiberei) (71229 Leonberg, Graf-Ulrich-Straße 1)
Gasthof "Schwarzer Adler" (71229 Leonberg, Graf-Ulrich-Straße 5)
Renaissance-Scheuer (71299 Leonberg, Hintere Straße)
Ehem. Stallscheune (Leonberg, Klosterstraße 9)
Fachwerkbau, Pfarrstraße 16 (71229 Leonberg)
Amtsgericht (Westliches Schlossgebäude), Schlosshof 7 (71229 Leonberg)
Wohnhaus mit Scheune, Schlossstraße 25 (71229 Leonberg)
Wohnhaus, Zwerchgasse 7 (71229 Leonberg)
Wohnhaus, Zwerchstraße 11 (71229 Leonberg)
Haus der Esslinger Katharinenpflege (abgegangen), Zwerchstraße 16 (71229 Leonberg)
Kornsches Haus (ehem. Stadtschreiberei) (71229 Leonberg, Graf-Ulrich-Straße 1)
Gasthof "Schwarzer Adler" (71229 Leonberg, Graf-Ulrich-Straße 5)
Renaissance-Scheuer (71299 Leonberg, Hintere Straße)
Ehem. Stallscheune (Leonberg, Klosterstraße 9)
Fachwerkbau, Pfarrstraße 16 (71229 Leonberg)
Amtsgericht (Westliches Schlossgebäude), Schlosshof 7 (71229 Leonberg)
Wohnhaus mit Scheune, Schlossstraße 25 (71229 Leonberg)
Wohnhaus, Zwerchgasse 7 (71229 Leonberg)
Wohnhaus, Zwerchstraße 11 (71229 Leonberg)
Haus der Esslinger Katharinenpflege (abgegangen), Zwerchstraße 16 (71229 Leonberg)
Bauphasen
1. Bauphase:
(1500 - 1770)
(1500 - 1770)
Vorgängerbebauung
Das Nachbarhaus Marktplatz 26 datiert ins 16. Jahrhundert. Der Keller darunter könnte durchaus noch älter sein, es wurden aber keine Belege dafür beobachtet. Dieser Keller hatte einen Kellertreppenhals auf dem Grundstück des untersuchten Kellers. Vermutlich lag dieser Treppenhals in einem nördlich an das Gebäude Nr. 26 angebauten Kellertreppenbau. Der östliche Gewölbekeller dürfte ebenfalls noch von einer Vorgängerbebauung stammen. Etwa 1,15 Meter vor der Südwand lässt sich hier im Gewölbe eine schwach ausgeprägte Baunaht beobachten.
An der nordwestlichen Außenecke befindet sich im EG-Mauerwerk ein abgerundeter ehemaliger Werkstein aus Sandstein. Der Stein wurde bisher als Rest eines Prangers interpretiert. Er könnte aber ebenso als abgewitterte Konsole z.B. für einen ehemals auskragenden Oberstock interpretiert werden. Dann wäre es ein Indiz dafür, dass in der EG-Außenwand noch Reste einer Vorgängerbebauung stecken.
Das Nachbarhaus Marktplatz 26 datiert ins 16. Jahrhundert. Der Keller darunter könnte durchaus noch älter sein, es wurden aber keine Belege dafür beobachtet. Dieser Keller hatte einen Kellertreppenhals auf dem Grundstück des untersuchten Kellers. Vermutlich lag dieser Treppenhals in einem nördlich an das Gebäude Nr. 26 angebauten Kellertreppenbau. Der östliche Gewölbekeller dürfte ebenfalls noch von einer Vorgängerbebauung stammen. Etwa 1,15 Meter vor der Südwand lässt sich hier im Gewölbe eine schwach ausgeprägte Baunaht beobachten.
An der nordwestlichen Außenecke befindet sich im EG-Mauerwerk ein abgerundeter ehemaliger Werkstein aus Sandstein. Der Stein wurde bisher als Rest eines Prangers interpretiert. Er könnte aber ebenso als abgewitterte Konsole z.B. für einen ehemals auskragenden Oberstock interpretiert werden. Dann wäre es ein Indiz dafür, dass in der EG-Außenwand noch Reste einer Vorgängerbebauung stecken.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Untergeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
2. Bauphase:
(1771 - 1772)
(1771 - 1772)
Bauphase 1771/72 (d)
Vermutlich 1772 wurde das Gebäude als dreigeschossiger Riegelbau mit zweistöckigem Mansarddach neu erbaut. Dafür wurde die obere Hälfte des Kellertreppenhalses abgebrochen und durch den nördlichen Gewölbekeller mit dem östlichen Keller verbunden. Der südliche Abschluss des Ostkellers korrespondiert gut mit dem Hausgrund im EG, er dürfte demnach ebenfalls in die Bauphase 1771/72 (d) fallen.
In den beiden Obergeschossen befand sich bauzeitlich jeweils eine große Stube über die gesamte Hausbreite der westlichen Querzone, die mit repräsentativen Stuckdecken versehen waren. Die Kammer in der nordöstlichen Zone hatte jeweils eine offene Balkendecke, ebenso die Küche in der südöstlichen Zone. Die südliche Mittelzone war wohl bereits bauzeitlich das Treppenhaus. Der genaue Verlauf der Treppen lässt sich nicht mehr erkennen.
Vermutlich 1772 wurde das Gebäude als dreigeschossiger Riegelbau mit zweistöckigem Mansarddach neu erbaut. Dafür wurde die obere Hälfte des Kellertreppenhalses abgebrochen und durch den nördlichen Gewölbekeller mit dem östlichen Keller verbunden. Der südliche Abschluss des Ostkellers korrespondiert gut mit dem Hausgrund im EG, er dürfte demnach ebenfalls in die Bauphase 1771/72 (d) fallen.
In den beiden Obergeschossen befand sich bauzeitlich jeweils eine große Stube über die gesamte Hausbreite der westlichen Querzone, die mit repräsentativen Stuckdecken versehen waren. Die Kammer in der nordöstlichen Zone hatte jeweils eine offene Balkendecke, ebenso die Küche in der südöstlichen Zone. Die südliche Mittelzone war wohl bereits bauzeitlich das Treppenhaus. Der genaue Verlauf der Treppen lässt sich nicht mehr erkennen.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
- Untergeschoss(e)
3. Bauphase:
(1850 - 1899)
(1850 - 1899)
Bauphase spätes 19. Jahrhundert
Im späten 19. Jahrhundert wurden die beiden Stuben in der westlichen Querzone in jeweils zwei Räume getrennt. Die beiden Kammern und die Räume im EG erhielten jeweils eine Lehmwickeldecke, die verputzt und teils am Rand mit dezentem Stuck versehen wurden.
Im Treppenhaus wurde vom Treppenpodest zwischen EG und 1.OG bis zum Podest zwischen 1. und 2. OG eine neue Treppe eingebaut. Oberhalb dieses Podestes wurde die vorhandene Blockstufentreppe von 1771/72 (d) nur mit einem neuen Geländer versehen.
Im späten 19. Jahrhundert wurden die beiden Stuben in der westlichen Querzone in jeweils zwei Räume getrennt. Die beiden Kammern und die Räume im EG erhielten jeweils eine Lehmwickeldecke, die verputzt und teils am Rand mit dezentem Stuck versehen wurden.
Im Treppenhaus wurde vom Treppenpodest zwischen EG und 1.OG bis zum Podest zwischen 1. und 2. OG eine neue Treppe eingebaut. Oberhalb dieses Podestes wurde die vorhandene Blockstufentreppe von 1771/72 (d) nur mit einem neuen Geländer versehen.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
4. Bauphase:
(2026)
(2026)
Großbrand des Gebäudes am 26.6.2026.
Damit verbunden ist der Abbruch des Mansard- und des Dachgeschosses.
Wahrscheinlich werden noch im selben Jahr auch die beiden Obergeschosse abgetragen.
Damit verbunden ist der Abbruch des Mansard- und des Dachgeschosses.
Wahrscheinlich werden noch im selben Jahr auch die beiden Obergeschosse abgetragen.
Betroffene Gebäudeteile:
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauaufnahme, Fotodokumentation und Dendrochronologische Datierung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht mitten im historischen Ortskern Leonbergs an der Nordostecke des Marktplatzes. Es grenzt giebelständig an den Marktplatz und traufständig an die Graf-Ulrich-Straße.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude hatte über dem massiven Erdgeschoss zwei Obergeschosse, ein Mansardgeschoss und ein Dachgeschoss, wobei die beiden obersten Geschosse durch den Großbrand am 26.6.2026 abgängig sind.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Das Gebäude ist in zwei Längszonen gegliedert. Die nördliche Längszone ist in zwei Querzonen und die südliche Längszone in drei Querzonen unterteilt. Das Gebäude ist in der westlichen und der mittleren Südzone fast direkt an das südliche Nachbargebäude Hauptstraße 26 angebaut, hat aber eine eigene Südwand und ist nicht an das Nachbargebäude angehängt. Ein vermutlich etwa 10 cm breiter Zwischenraum zwischen den Gebäuden ist zum Marktplatz hin vermauert. Ab der Mitte der mittleren Südzone verspringt die Südwand des Gebäudes um 65 cm nach Norden und lässt so Platz für einen etwa 70 cm breiten Hauswinkel zwischen dem untersuchten Gebäude und dem südlichen Nachbargebäude.
Unter dem Gebäude befinden sich mehrere Kellerräume, die teils gewölbt, teils als Balkenkeller ausgeführt sind und inneinander übergehen. Zudem befindet sich der Kellertreppenhals des Nachbarkellers Marktplatz 26 unter dem untersuchten Gebäude.
Unter dem Gebäude befinden sich mehrere Kellerräume, die teils gewölbt, teils als Balkenkeller ausgeführt sind und inneinander übergehen. Zudem befindet sich der Kellertreppenhals des Nachbarkellers Marktplatz 26 unter dem untersuchten Gebäude.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Durch das Großbrandereignis vom 26.6.2026 liegen am Gebäude erhebliche Schäden vor, die von einem Sachverständigenbüro dokumentiert werden.
Bestand/Ausstattung:
An historischer Ausstattung sind insbesondere die Türen erwähnenswert, die teils noch bauzeitlich 1771/72 (d) datieren, überwiegend aber aus dem 19. Jahrhundert stammen. Ebenfalls erwähnenswert sind die Stuckdecken, die sich stilistisch am zurückhaltenden französischen Spätbarock orientieren, aber durch die provisorische Absprießung der Gebäudedecken stark beschädigt sind.
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Mischbau
- Obergeschoss(e) aus Holz
- Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
- Dachform
- Mansarddach/-helm
Konstruktion/Material:
keine Angaben















