Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Stadtmauer

ID: 152039486513  /  Datum: 11.05.2023
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: keine
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 79206
Stadt-Teilort: Breisach

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8315015003
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,0331° nördliche Breite, 7,5774° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Während für die Grabenmauer eine Datierung anhand einer Übereinstimmung von Steinmetzzeichen mit Teilen des Münsters um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert möglich ist (Schmaedecke 1992, S. 91-93), dürfte die geböschte Nordmauer mit vielen Backsteinen ins 17. oder 18. Jahrhundert zu datieren sein. Das stellenweise freiliegende Kernmauerwerk mit seinem Mauermörtel mit grobem kieseligem Zuschlag könnte aus mittelalterlicher Zeit stammen.


1. Bauphase:
(1200)
Um 1200: mögliche Errichtung der Grabenmauer
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Wehrmauer

2. Bauphase:
(1600 - 1799)
geböschte Nordmauer mit vielen Backsteinen
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Wehrmauer

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Westecke der Grabenmauer aus Buckelquadern, rechts oben Ausbruch an der Stelle des früheren Brückenanschlusses links weit vortretender Strebepfeiler der Nordseite / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Westecke der Grabenmauer aus Buckelquadern, mittig Rundbogen einer  Zwischenmauer, links davon hinter dem Strebepfeiler vorstehendes Kernmauerwerk, rechts oben ausgewaschene Mauerstruktur der Grabmauer / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Stumpfwinkliger Eckverband des nach Osten ziehenden oberen Mauerwerks oberhalb des Strebepfeilers und Verzahnung des Strebepfeilers nach Osten / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
In Zementmörtel geritzte Inschrift an der oberen Kante des Strebepfeilers: iH 1888 iL / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Backsteinverband der Außenschale als Mixtur unterschiedlicher Formate, mittig vor die Mauerflucht vorstehendes, vermutlich älteres Kernmauerwerk / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Am Mauerfuß bis zur Flucht des Strebepfeilers vortretende, hohe Steinpackung / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Spolie in klassizistischen Architekturformen als Bestandteil einer Reparatur innerhalb der oberen Mauer / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Im Abbruch, Stichbogen am Mauerfuß mit offenbar zeitgleicher Untermauerung / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Unten vortretende Steinsetzung, darüber Ausbruch der Außenschale / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021 - S. King)
Abbildungsnachweis
Ansicht und Grundriss mit Baubefunden / Stadtmauer in 79206 Breisach, Breisach am Rhein (12.2021, 04.2018 - S. King, 
Ingenieurbüro Wüsteney, Esslingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Anmerkungen zur Baugeschichte

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Der aus der flachen Rheinebene markant emporragende Bergrücken der Breisacher Oberstadt wird durch einen felsigen Kern vulkanischen Ursprungs gebildet. Die Schlossbergspitze ist durch einen künstlich eingetieften Wehrgraben vom übrigen Plateau abgetrennt, der an der Südwestseite noch heute durch seine Tiefe von 10 m und Breite von über 20 m beeindruckt, an der Südseite aber zugeschüttet und überbaut ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Befestigungs- und Verteidigungsanlagen
    • Stadtmauer
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Südwestliche Grabenmauer
Vermutlich kam zur bestehenden Höhe der Grabenmauer von etwa 10 m noch etliche Meter freistehend hinzu. Der Zugang erfolgte von Westen über die zwischen Augustinerbergsteige und Graben verbliebene Plateauzunge, von wo eine Brücke den Graben querte und an der nach Westen gerichteten Ecke an das Burggelände anschloss. Davon hat sich an der Futtermauer auf der Seite der Plateauzunge der Auflagerblock eines schräg in nordöstlicher Richtung aus der Wand heraustretenden Werksteinbogens erhalten, der offenbar dazu diente die enge Kurve auf das Brückenwiederlager zu erweitern.

Nordmauer
Auf der anderen, nördlichen Seite des Buckelquadereckverbands setzt sich das Mauerwerk wiederum in lagig versetzten vulkanischen Steinen über eine Länge von 5 m fort. Durch Freilegen der Mauerkrone konnte hier eine Stärke von 173 cm gemessen werden. Daran schließt eine weit ausladender Strebepfeilerblock von 3.2 m Breite vor an der Stoßstelle Befunde mit Hinweisen auf verschiedene Mauerreste.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Es ist zu vermuten, dass der Burgberg aus verwitterungsanfälligem Tuff gebildet ist, so dass vertikale Flächen aus Mauerwerk hergestellt werden mussten. Auf diese Weise wären die beindruckend hohen vertikalen oder leicht geböschten Mauern um die Oberstadt herum zu erklären und warum sie meist keinen Überhang aufweisen, wie man ihn bei Stützmauern vor loser Schüttung erwarten würde. Die Mauer wurde vermutlich dicht vor den Abgeschroteten Felsen gesetzt oder sogar mit diesem verzahnt.

Südwestliche Grabenmauer
Das Mauerwerk ist sauber lagig aus vulkanischem Material aufgesetzt. Die Knickstellen innerhalb der polygonal verlaufenden Grabenmauer sind mit glatten Quadern aus bleichrötlichem Buntsandstein gefasst, während die exponierte, einen Winkel von 105 Grad bildende westliche Ecke mit Buckelquadern gleichen Materials besetzt ist.

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