Gebäudekomplex, Hofanbau 1
ID:
160680245218
/
Datum:
22.07.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Hauptstraße |
| Hausnummer: | 63 |
| Postleitzahl: | 77704 |
| Stadt-Teilort: | Oberkirch |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Ortenaukreis (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8317089049 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Objektbeziehungen
| Ist Gebäudeteil von: | |
| 1. Gebäudeteil: | Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 63 |
|
|
|
| Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
| keine Angabe | |
Gasthof Zur Sonne, Hauptstraße 34 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 63 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Hofanbau 2, Hauptstraße 63 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Rückgebäude, Metzgerstraße 2 (77704 Oberkirch)
Wohnhaus, Metzgerstraße 4 (77704 Oberkirch)
Untere Linde, Querstraße 21 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Thomaslohgasse 8 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Hauptgebäude, Hauptstraße 63 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Hofanbau 2, Hauptstraße 63 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Rückgebäude, Metzgerstraße 2 (77704 Oberkirch)
Wohnhaus, Metzgerstraße 4 (77704 Oberkirch)
Untere Linde, Querstraße 21 (77704 Oberkirch)
Gebäudekomplex, Thomaslohgasse 8 (77704 Oberkirch)
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Hofgebäude stellt einen Teil des Gebäudekomplexes Hauptstraße 63 dar, das an das im Jahr 1723 (d) erbaute Hauptgebäude und das Rückgebäude in der Metzgerstraße von 1719 (d) anschließt.
Ausgehend vom Haupthaus an der Hauptstraße wurde dieses schon früh erst mit einem, dann mit einem zweiten Hofanbau erweitert.
1. Bauphase:
(1805)
(1805)
Was die zeitliche Einordnung des Hofanbaus angeht, lässt sich das vorliegende Dendro-Daten nur schwer in die angetroffene Befundlage einbinden. Vom baulichen Ablauf älter als der Hofanbau II und nach dem Dendro-Datum der Erdgeschossbalken aber jünger, besteht die Erklärung dieser Unstimmigkeit möglicherweise darin, dass sich das Datum um 1805 (d) auf einen Umbau des ersten Anbaus mit weitgehender Verwendung des Altdaches bezieht.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Dokumentation
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Der untersuchte Baukomplex entwickelt sich entlang einem, zwischen dem Nachbarhaus Hauptstraße 65 und dem Gebäude Hauptstraße 63 liegenden Ehgraben. Im Südwesten an der Hauptstraße ansetzend, verläuft er als rückwärtiger Abschluss des untersuchten Baukomplexes parallel zur Metzgerstraße. Im Einzelnen handelt es sich um das in Ecklage von Haupt- und Metzgerstraße stehende, zu Letzterer traufständig ausgerichtete Hauptgebäude Hauptstraße 63, den anschließenden zur Metzgerstraße eine kleine Hofanlage freilassenden und gleichfalls traufständig orientierten Hofgebäuden und dem abschließenden, giebelständig zur Straße stehenden Rückgebäude Metzgerstraße 2.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Mit seiner bauzeitlichen Länge zwei Drittel des Abstandes zum Rückgebäude Metzgerstraße 2 einnehmend und mit einem Giebel abschließend, betrug die zugehörige Anbaubreite annähernd die halbe Breite des Hauptgebäudes.
Während das Erdgeschoss, in Anlehnung an das Deckengebälk, keine räumliche Unterteilung erkennen lässt, gliederte sich der Obergeschossgrundriss in zwei Raumeinheiten, von denen der ehemals hofseitige Giebelraum heute durch einen straßenseitig vorgelagerten Gang erschlossen sind.
Im angetroffenen Zustand sich bis in den Ehgraben ausdehnend, nahm der an das Hauptgebäude angrenzende Raum die über zwei Lichtschächte belichtete Küche für das Hauptgebäude auf.
Eine zweite Küche war im angrenzenden Raum abgetrennt, wobei sie mit dem Großraum von Hofanbau 2 eine kleine Wohneinheit, mit Klo im Außengang bildet.
Während das Erdgeschoss, in Anlehnung an das Deckengebälk, keine räumliche Unterteilung erkennen lässt, gliederte sich der Obergeschossgrundriss in zwei Raumeinheiten, von denen der ehemals hofseitige Giebelraum heute durch einen straßenseitig vorgelagerten Gang erschlossen sind.
Im angetroffenen Zustand sich bis in den Ehgraben ausdehnend, nahm der an das Hauptgebäude angrenzende Raum die über zwei Lichtschächte belichtete Küche für das Hauptgebäude auf.
Eine zweite Küche war im angrenzenden Raum abgetrennt, wobei sie mit dem Großraum von Hofanbau 2 eine kleine Wohneinheit, mit Klo im Außengang bildet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Abgeleitet wird die historische Raumgliederung durch das Dachwerk, welches eine auf den Unterbau abgestimmte Dachgerüstgliederung besitzt. Abgezimmert ohne erkennbare Abbundzeichen, handelt es sich um ein Sparrendach mit einer Kehlbalkenlage, unter deren Enden je Dachseite ein die gesamte Dachlänge durchziehendes Stuhlrähm verläuft.
Getragen von stehenden Stuhlständern und in Längsrichtung durch Kopfstreben ausgesteift, besteht das Traggerüst aus einem zweifach stehenden, den Dachraum in zwei Zonen unterteilendes Stuhlgerüst mit unterschiedlich ausgeführten Querbünden. Während sowohl der an das Hauptgebäude angrenzende als auch der folgende Querbund keine Wandfüllungen erhielten, schloss das Dach nach 9 Sparrenpaaren mit einem geschlossenen Giebel ab. Zu einem späteren Zeitpunkt teilweise geöffnet, lassen sich über die zimmerungstechnischen Merkmale eine einfache Verriegelung, die Queraussteifung mit ehemals zwei gegenläufigen Wandstreben und die Anordnung eines Giebelfensters nachweisen.
Bemerkenswert ist die Beobachtung, dass das Dachprofil mehrfach geändert wurde. So wurden in einem ersten Schritt, verbunden mit einer Dachflächenanhebung, die rückwärtigen Sparren gekürzt. Bis zu dieser Maßnahme erfolgte die rückwärtige Dachentwässerung in den Ehgraben, was offensichtlich nach dessen Inanspruchnahme durch den Unterbau, die Aufmauerung einer steinernen Abwasserrinne bedingte.
Getragen von stehenden Stuhlständern und in Längsrichtung durch Kopfstreben ausgesteift, besteht das Traggerüst aus einem zweifach stehenden, den Dachraum in zwei Zonen unterteilendes Stuhlgerüst mit unterschiedlich ausgeführten Querbünden. Während sowohl der an das Hauptgebäude angrenzende als auch der folgende Querbund keine Wandfüllungen erhielten, schloss das Dach nach 9 Sparrenpaaren mit einem geschlossenen Giebel ab. Zu einem späteren Zeitpunkt teilweise geöffnet, lassen sich über die zimmerungstechnischen Merkmale eine einfache Verriegelung, die Queraussteifung mit ehemals zwei gegenläufigen Wandstreben und die Anordnung eines Giebelfensters nachweisen.
Bemerkenswert ist die Beobachtung, dass das Dachprofil mehrfach geändert wurde. So wurden in einem ersten Schritt, verbunden mit einer Dachflächenanhebung, die rückwärtigen Sparren gekürzt. Bis zu dieser Maßnahme erfolgte die rückwärtige Dachentwässerung in den Ehgraben, was offensichtlich nach dessen Inanspruchnahme durch den Unterbau, die Aufmauerung einer steinernen Abwasserrinne bedingte.
