Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Ehem. Benediktinerkloster, Konventbau

ID: 200408121115  /  Datum: 29.12.2024
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Schloßbezirk
Hausnummer: 6
Postleitzahl: 88416
Stadt-Teilort: Ochsenhausen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Biberach (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8426087036
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die barocken Konventbauten des Klosters Ochsenhausen werden seit 1989 von der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Würltemberg genutzt. Umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen waren damals nötig, um eine derartige Nutzung in dem historischen Bestand zu realisieren. Die Dächer erhielten im Rahmen der Umnutzung lediglich eine neue Dachhaut. Erst bei Dachreparaturen im Frühjahr 2002 wurde festgestellt, dass das Holzwerk über dem nördlichen Westflügel und über dem Bibliothekssaal im Nordflügel erheblich geschädigt war. Das frühere Aufbringen von Beton auf die Mauerkrone hatte dazu geführt, dass zahlreiche Dachfüße infolge eingedrungener Feuchtigkeit und mangelnder Durchlüftung verrottet waren. Die notwendige Tragsicherheit konnte nicht mehr nachgewiesen werden. Einige Hölzer waren sogar vom ,,Echten Hauschwamm" befallen. Neben tierischen und pflanzlichen Schädigungen wurden auch statisch-konstruktive Mängel an den Konstruktionen festgestellt. Auf der Grundlage einer sorgfältigen Schadensaufnahme, statischen Nachrechnungen und dem Entwurf denkmalgerechter und wirtschaftlicher lnstandsetzungsvarianten mussten somit vom September 2002 bis zum Sommer 2003 umfangreiche Reparaturarbeiten an den genannten Dachbereichen durchgeführt werden.


1. Bauphase:
(1600 - 1650)
Erbauung des restlichen Konsventgebäudes sowie des Südflügels in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. (k/a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1618 - 1632)
Erbauung des Ostflügels (k)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1738)
Barockisierung des Konventgebäudes und Errichtung des Steintreppenhauses in der Mitte des Südflügels (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1740)
Ausstattungszeit des Speisesaals (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1740 - 1743)
Erbauung des Fischertreppenhauses in der Mitte des Ostflügels von Johann Michael Fischer (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1768)
Einbau einer Sternwarte in den südlichen Turm des Ostflügels (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1781)
Umgestaltung des Refektoriums nach einem Brand (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Bauphase:
(1782)
Restaurierung des Speisesaals nach Brand (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

9. Bauphase:
(1986)
Restaurierung der Sternwarte (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Restauratorische Untersuchungen 1988-2014
  • Schadensuntersuchung Dach

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Dreiflügelanlage, die mit der ehem. Benediktinerkirche St. Georg einen Innenhof umfasst.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Drei Gebäudeflügel, viergeschossig mit Walmdächern; verputzt; im Osten vier polygonale Ecktürme mit Galerie, hochovale Blendbögen und flachen Hauben; Mittelrisalit mit erhöhtem Attikageschoss und Mansarddach durch Kolossalpilaster gegliedert.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Hochwertige Ausstattung, u. a. Treppenhaus mit dreiläufiger Holztreppe und Deckenfresko von Johann Georg Bergmüller, 1743 (i), Deckenfresken von Franz Xaver Forchner, 1740-1750 (a), Stuck und Fresken in Bibliothek, Kapitelsaal und Armarium von Thomas Schaidhauf und Joseph Anton Huber, 1785-1789, Konventbau errichtet unter Abt Johannes Lang durch Jesuitenbruder Stephan Huber, 1615-1632, teils erst 1661 vollendet, Südflügel umgebaut und Treppenhaus angefügt unter Abt Benedikt Denzel, 1738-1740, Umbau des Ostflügels mit repräsentativer Fassade und Mittelrisalit unter Abt Benedikt Denzel nach Plänen des Münchner Baumeisters Johann Michael Fischer, 1741-1746, Umbau des Nordflügels und Turmaufbauten klassizistisch verändert unter Abt Romuald Weltin, 1785-1795, Einrichtung der Sternwarte mit drehbarer Kuppel im südlichen Eckturm mit selten erhaltener technischer Einrichtung, 1788;

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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